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Beizen in Bedrängnis«Diese krasse Einschränkung ist absurd»

Maurus Ebneter, Präsident des Wirteverbandes Basel-Stadt, kritisiert, dass Restaurants nur noch maximal vier Personen an einem Tisch bewirten dürfen. Er sieht düstere Zeiten auf die Branche zukommen.

Da war die Welt der Gastronomie noch in Ordnung: Dicht besetzte Tische und ein Menschenauflauf in der Steinenvorstadt vor dem Lockdown.
Da war die Welt der Gastronomie noch in Ordnung: Dicht besetzte Tische und ein Menschenauflauf in der Steinenvorstadt vor dem Lockdown.
Foto: Pino Covino

Maurus Ebneter, der Bundesrat belässt die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe bei 23 Uhr, statt sie, wie befürchtet, auf 22 Uhr anzusetzen. Alles halb so schlimm also für die Basler Gastro-Szene?

Die Sperrstunde um 23 Uhr ist für viele Betriebe schon schlimm genug.

Aber der meiste Konsum findet im Restaurant doch wohl vor 23 Uhr statt?

Das kommt ganz auf das Lokal an. Grundsätzlich sind Sperrstunden ein völlig ungeeignetes Mittel, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Menschen feiern und treffen sich dann einfach in privatem Rahmen.

Wer ins Restaurant geht, muss viele Regeln einhalten: Maske tragen, Adresse hinterlassen, nur sitzend konsumieren. Wie viele Vorgaben erträgt es noch, bis auch Beizer sagen: «Das Mass ist voll»?

Die Abstands- und Hygieneregeln werden sehr gut akzeptiert, sowohl bei unseren Mitgliedern als auch bei den Gästen. Bei der Erhebung der Kontaktdaten stellen wir Probleme fest. Viele Leute überlegen es sich zweimal, ob sie ihre Adresse hinterlassen und ein theoretisches Quarantänerisiko eingehen wollen, bloss weil sie einen Kaffee trinken möchten.

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