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Start in der westlichen WeltDiese 90-jährige Britin hat die erste Impfung erhalten

Als erstes Land begann Grossbritannien am Dienstagmorgen seine Impfkampagne. Über 80-Jährige und Angestellte im Gesundheitsbereich sollen den Anfang machen.

Sie war die Erste: Margaret Keenan liess sich am Dienstagmorgen in Grossbritannien impfen.
Video: AP

Sie war die erste. Um 6:31 englischer Zeit erhielt die 90-jährige Margaret Keenan als erste Person, die nicht Teil einer klinischen Studie ist, den Impfstoff der Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech. Sie bezeichnete dies als Privileg und freut sich darauf, Weihnachten nun doch mit ihrer Familie feiern zu können, nachdem sie den Grossteil des Jahres alleine verbachte habe.

Grossbritannien, eines der von Covid-19 am stärksten getroffenen Länder Europas, begann am Dienstag als erstes westliches Land damit, seine Bevölkerung zu impfen. In einem ersten Schritt sollen Personen über 80 Jahren und Beschäftigte aus dem Gesundheitsbereich das Vakzin erhalten. Für Dezember und das kommende Jahr wurden 40 Millionen Dosen bestellt. Da für den vollen Schutz zwei Impfungen in einem Abstand von drei Wochen notwendig sind, können damit 20 Millionen und damit circa ein Drittel der Bevölkerung geimpft werden. Bis Ende Jahr sollen circa zwei Millionen Menschen das Vakzin erhalten.

Im Verlauf der nächsten Tage wollen sich unter anderem auch die 94-jährige Queen Elizabeth II. und ihr 99-jähriger Ehemann Philip impfen lassen.

Via Twitter äusserte sich auch Premierminister Boris Johnson. Er bedankte sich bei den Angestellten im Gesundheitsbereich, den Forschern und den Freiwilligen.

Grossbritannien ist nicht das erste Land, das gegen Covid-19 impfen lässt. In China und Russland wurden die erste Dosen schon verteilt. Dabei handelt es sich aber nicht um das zugelassene Vakzin von Pfizer und Biontech, sondern um zwei noch nicht ausreichend getestete und dadurch umstrittene Impfstoffe.

130 Kommentare
    dummermut

    Selten so gelacht, als ob Pfizer und Biontech ausreichend getestet und dadurch nicht umstritten wären. Deshalb übernehmen sie ja auch die Haftung.