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Handelsorganisation in der KriseDie WTO sucht einen Reformer, der China bändigen kann

Es brauche jetzt jemanden, der Energie und Stehvermögen mitbringt: Sagt der überraschend zurücktretende WTO-Chef. Ihm werfen Kritiker vor, dass es ihm genau daran mangle.
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«Wir können jetzt nichts tun, keine Verhandlungen, alles ist festgefahren.»

WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo

Abgeordnete fordern WTO-Austritt

Gescheitert an China

Die als Ende des Handelskriegs gefeierte Phase-1-Einigung zwischen China und den USA ist bereits wieder hoch gefährdet.

16 Kommentare
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    Sacha Meier

    Die WTO wird bestimmt keinen Reformer finden, weil China ja bereits die WTO durch langjährig aufgebaute strategische Allianzen dominiert - wie übrigens viele andere supranationale Organisationen auch. Genau darum ist der US-Präsident nicht sonderlich gut auf die WTO zu sprechen. Chinas Modell des Staatskapitalismus mit ultradünner sozialistischer Schutzlackschicht ist nun einmal erfolgreich. So erfolgreich, dass heute rund 95% der elektronischen Komponenten und Subsysteme aus China kommen und etwa 98% aller Basischemikalien und Arzneiwirkstoffe. Und weil China vorhat, ab 2026, nach der Vollendung der Programme «Made in China 2025» und OBOR, ein Weltreich hochzuziehen, ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Darum gilt auch bei der WTO das gleiche, wie bei UNO, IWF und Weltbank: Entweder, die westlichen Staaten arrangieren sich mit China als Platzhirsch in diesen supranationalen Organisationen - oder sie treten aus. Eine andere Option gibt es nicht mehr, da der Westen ja schon 1995 mit den WTO-Globalismusbeschlüssen unumkehrbar (!) den Weg des alten Roms betreten hat. Und ironischerweise erst noch auf Geheiss des damaligen chinesischen CEO Deng Xiao-Ping. Dieser soll einmal gesagt haben: «Um eine Region zu erobern, braucht es heute keine Gewehre, Artillerie und Kampfflugzeuge. Liefere den Menschen billige Güter. Das immer wieder. Die Bürger werden verlernen, ihre Güter selber herzustellen und werden abhängig.»