
Es ist bereits die zweite Spionageaffäre in kurzer Zeit, die das deutsch-amerikanische Verhältnis belastet. Anders als bisher hat man den Berliner Zorn diesmal durchaus wahrgenommen in den USA. Wenn Kanzlerin Angela Merkel sich also Gehör verschaffen wollte, indem sie den obersten US-Agenten nach Hause schickte, so ist ihr dies gelungen. Aber die Deutschen können nicht nur kein Verständnis erwarten. In Washingtons Geheimdienstkreisen macht man Deutschland vielmehr selbst für das Debakel verantwortlich: Die Bundesrepublik bedürfe der US-Aufsicht, weil sie sich wiederholt als unzuverlässige, gar unberechenbare Verbündete erwiesen habe.
















Die unberechenbaren Deutschen
Berlin sei selber schuld an der neusten Spionageaffäre, findet man in den USA.