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Out im CupDie Überraschung bleibt aus

Der EHC Basel unterliegt dem Schweizer Meister SC Bern im Cup-Sechzehntelfinal mit 0:4.

EHC-Goalie Tim Guggisberg zeigt eine starke Partie. Hier muss er sich allerdings Dustin Jeffrey (rechts) geschlagen geben.
EHC-Goalie Tim Guggisberg zeigt eine starke Partie. Hier muss er sich allerdings Dustin Jeffrey (rechts) geschlagen geben.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Als der Speaker vor dem Spiel die Fans auffordert, ihre Teams anzufeuern, da antworten die mitgereisten Berner Fans nur zögerlich. Als dann der EHC-Anhang an der Reihe ist, wird es laut in der Halle. Die Stimmung, welche die 2465 anwesenden Zuschauer – darunter der ehemalige Biel-Trainer Kevin Schläpfer – machen, ist ein würdiger Rahmen für dieses Cup-Spiel gegen den Schweizer Meister SC Bern.

Die ausgelassene Stimmung in der Halle erfährt auch dann keinen Abbruch, als die Berner nach nur etwas mehr als einer Minute durch Gregory Sciaroni in Führung gehen. Kurz zuvor hatten die Basler ihrerseits durch Jan Zwissler die erste Torgelegenheit gehabt.

In der Folge wehren sich die Basler erfolgreich gegen den Berner Ansturm. Nach einer Strafe gegen Jan Neuenschwander kann der EHC sogar während zweier Minuten Powerplay spielen. Doch die Basler kommen zu keinem Torschuss und gehen mit dem knappen 0:1-Rückstand in die erste Drittelspause.
Mit diesem Polster scheinen die Gäste aus Bern nicht zufrieden zu sein. Der Pausencountdown zeigt noch 1:20 Minuten an, da stehen die Berner schon spielbereit auf dem Eis. Und der Oberklassige startet das Drittel energisch, kommt zu einem Pfostenschuss und sorgt für mächtig Verkehr vor EHC-Torhüter Tim Guggisberg.

Überragender Guggisberg

Doch die Basler lassen den Gegner Mal für Mal auflaufen und haben mit Guggisberg einen Goalie, der an diesem Abend über sich hinauswächst. Dazu kommt, dass sich die Gäste durch einen Wechselfehler selbst schwächen. Doch der EHC kann auch in der zweiten Überzahl keine Gefahr erzeugen. Und kaum ist der fünfte Berner wieder auf dem Eis, markiert Dustin Jeffrey das 0:2. Wenig später machen die Bernern vor, wie man Powerplay spielt. Der Gast schnürt den EHC ein, und Simon Moser trifft folgerichtig zum 0:3.

Auch das Schlussdrittel beginnen die Berner furios. Doch die erste gute Chance hat der EHC. Zwissler kann allein auf das Berner Tor losziehen, vergibt aber den Ehrentreffer. Kurz darauf sind es die Berner, die durch Sciaroni (51.) das 0:4 erzielen. Dabei bleibt es. Der SC Bern qualifiziert sich gegen aufopferungsvoll kämpfende Basler souverän für die nächste Runde.

Trotz dem Ausbleiben der Überraschung ist der Abend für die Basler gelungen. Man konnte dem Favoriten nicht nur Paroli bieten, sondern spielte vor beinahe so vielen Zuschauern wie im Playoff-Halbfinal vergangene Saison. Beste Werbung für das Basler Eishockey also.

Telegramm: EHC Basel - SC Bern 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)
St.-Jakob-Arena, Basel. – 2465 Zuschauer. – SR: Salonen/Müller, Altmann/Progin – Tore: 2. Sciaroni (Gerber) 0:1. 32. Jeffrey (Pestoni) 0:2. 38. Moser (Blum, Jeffrey) 0:3. 51. Sciaroni (Jeffrey) 0:4. – Strafen: 3-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Maurer) gegen Basel. 4-mal 2 Minuten gegen Bern. – Bemerkungen: EHC Basel ohne Marbot, Smith, Dietrich (alle überzählig), Löhrer (verletzt). Bern ohne Gerber (verletzt), Henauer, Heim, Bader (überzählig).
EHC Basel: Guggisberg; Maurer, Büsser; Schmutz, Molina; Hermkes, Hagen; Steinmann, Zahner; Zwissler, Alihodzic, Terzago; Demuth, Vogt, Schir; Sahli, Kellenberger, Kiss; Studer, Himelfarb, Schnellmann.
SC Bern: Wüthrich; Zryd, Untersander; Blum, Thiry; Gerber, Burren; Andersson; Pestoni, Jeffrey, Sciaroni; Moser, Brithen, Praplan; Scherwey, Haas, Ruefenacht; Gerber, Neuenschwander, Berger; Sopa.