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Blutsauger auch im BaselbietDie Tigermücke breitet sich in der Region weiter aus

Das lästige Insekt ist auf dem Vormarsch. Inzwischen gibt es auch Populationen in einigen Baselbieter Gemeinden.

Sie ist 5 bis 10 Millimeter gross und schwarz-weiss gemustert: Die asiatische Tigermücke.
Sie ist 5 bis 10 Millimeter gross und schwarz-weiss gemustert: Die asiatische Tigermücke.
Foto: CDC/James Gathany

Die Tigermücke fühlt sich in der Region Basel offenbar immer mehr zu Hause. Nachgewiesen wurde die eingewanderte Art nun an weiteren Orten. In Basel lebt das lästige Insekt vor allem in der Nähe des französischen Autobahnzolls und beim Rheinhafen an der Grenze zu Weil am Rhein. Im Herbst hat das Schweizerische Tropen- und Public Health Institut (Swiss TPH) bereits Hinweise auf weitere Populationen im Neubad-Quartier gefunden. Und erstmalig wurden in den Gemeinden Muttenz und Reinach Larven der Tigermücke im Siedlungsgebiet nachgewiesen. Dies teilten die Behörden am Donnerstag mit.

Nun werden in beiden Basel Massnahmen im öffentlichen Raum gegen die Tigermücke ergriffen. Dies benötigt jedoch die Mithilfe der Bevölkerung. Besonders gern haben die Viecher kleine Gefässe mit stehendem Wasser. Daher richtet sich der Appell der Behörden insbesondere an Private mit eigenem Garten. Sie könnten verhindern, dass die Mücken erfolgreich brüten können, indem die Möglichkeiten zur Eiablage entfernt werden.

Private sollen daher beispielsweise auf Pflanzenuntersetzer und Wasserbehälter in Gärten und Terrassen verzichten oder sie mindestens einmal wöchentlich leeren. Wichtig sei es zudem, Regentonnen abzudecken. Darauf achten solle man ausserdem, dass sich in unbenutzten Behältern wie Giesskannen, Eimern oder Spielsachen kein Regenwasser ansammeln kann. In Teichen und Fliessgewässern könnten sich die Tigermücken-Eier und -Larven nicht entwickeln, heisst es in der Mitteilung des Basler Gesundheitsdepartements.

Nicht empfohlen wird Privaten der Einsatz von Insektiziden nach eigenem Ermessen. Würden wiederholt Stechmücken gefunden, bekämpften Fachleute in nicht vermeidbaren Wasseransammlungen die Vermehrung der Tigermücke mithilfe eines biologischen Insektizids, das spezifisch nur gegen Stechmücken wirke, teilen die Behörden mit. Auch im öffentlichen Raum werden die lästigen Blutsauger mit biologischen Mitteln bekämpft.

An diesen Stellen in Basel und dem angrenzenden Ausland wurden die Mücken bereits gefunden. Neu gibt es auch Fundstellen in Muttenz und Reinach.
An diesen Stellen in Basel und dem angrenzenden Ausland wurden die Mücken bereits gefunden. Neu gibt es auch Fundstellen in Muttenz und Reinach.
Kanton BS

Die Tigermücke brütet mit Vorliebe im Siedlungsraum. Sie ist nicht nur sehr lästig, sondern auch eine potenzielle Überträgerin von Krankheitserregern. In der Schweiz seien bisher jedoch noch keine solchen Krankheitsübertragungen dokumentiert worden. Fachleute schätzen daher das Risiko (noch) als minim ein.