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FCB-EinzelkritikDie Suche nach dem Schlechtesten

Eine 1:2-Niederlage in Luzern schlägt sich auch in den Bewertungen der Spieler nieder. Unter dem Strich fällt es schwer, Spieler im rotblauen Trikot zu finden, die an diesem Tag genügten.

Blas Riveros (grätschend gegen Ryder Matos) hat in Luzern einen schweren Stand – er ist aber nicht der Einzige.
Blas Riveros (grätschend gegen Ryder Matos) hat in Luzern einen schweren Stand – er ist aber nicht der Einzige.
Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)

Jonas Omlin: 4,5

Es ist wie so oft, wenn der FCB nicht gut spielt: Dem Torhüter ist nichts anzulasten. Im Gegenteil: Mit guten Aktionen gegen Ndiaye (49.) und Males (80.) verhindert Omlin, dass seine Mannschaft früher mit 0:2 in Rückstand gerät.

Silvan Widmer: 3,5

In der 87. Minute könnte er nach einem langen Frei-Ball noch den Ausgleich erzielen und seine Note aufpolieren. Doch der Ball fliegt am Tor vorbei. Hinten solid – ausser in der 9., als er sich von Margiotta täuschen lässt, dieser aber verzieht.

Eray Cömert: 3

Er ist ein Innenverteidiger, der auch zur Offensive beitragen kann. An diesem Tag jedoch kann er dies nicht. Und auch in der Defensive ist er nicht fehlerfrei: Vor dem 0:1 trabt er zurück, anstatt zu sprinten – und Torschütze Margiotta steht frei.

Omar Alderete: 3,5

Ist an diesem Tag besser als sein Nebenmann, weil er nach einem Eckball eine halbe Chance per Kopf vorbereitet und weil er insgesamt sicherer im Spiel gegen den Ball wirkt. Die Ausnahme bildet das 0:2, wo ihm Passgeber Males entwischt.

Blas Riveros: 2,5

Von ihm heisst es immer, er sei ein Linksverteidiger mit grossen Offensivqualitäten und Problemen im Spiel gegen den Ball. In Luzern zeigt er nur die Probleme im Spiel gegen den Ball –
am auffälligsten vor dem 0:1, als er Vorbereiter Ndiaye frei lässt.

Orges Bunjaku: 3,5

Seine Auftritte vor der Corona-Pause waren ansprechend. Der Arbeitstag in Luzern verdient dieses Prädikat nicht: Hat im defensiven Mittelfeld mehrere Ballverluste, die den FCB vereinzelt in Gefahr bringen. Folgerichtig wird er in der Pause ausgewechselt.

Taulant Xhaka: 3,5

Am Schluss fehlt nicht viel, und sein Distanzschuss würde zum Ausgleich unter statt an die Latte knallen. Insgesamt aber ein Spiel mit Captainbinde, in dem er zu wenig Impulse gibt und in der Defensive nicht immer fehlerfrei ist.

Afimico Pululu: 2,5

Beginnt am rechten Flügel und zeigt einmal mehr ein Spiel, bei dem man sich fragt, ob er wirklich jenes Talent ist, als das er einst gelobt wurde. Kann sich nie sinnvoll durchsetzen und fällt am meisten auf, als er Schürpf foult und Gelb sieht.

Fabian Frei: 3,5

Würde die Qualität des Interviews danach auch in die Bewertung fliessen, würde er nach seinen klaren Worten besser wegkommen. So jedoch muss auch er trotz einzelnen guten Pässen damit leben, dass er als Leader zu wenig gezeigt hat.

Samuele Campo: 3

Man kann Marcel Koller in Anbetracht der fehlenden Alternativen nicht vorwerfen, dass er Campo auf dem Flügel bringt. Aber man darf nach den Müsterchen aus der Vergangenheit auch nicht überrascht sein, dass Campo dort nichts bewirkt.

Arthur Cabral: 3,5

Sein Anschlusstreffer in der 86. ist der einzige Lichtblick. Ansonsten ist da ein Schuss neben das Tor in der 68. Minute. Und davor gar nichts, was auch damit zusammenhängt, dass die Mitspieler den Ball nicht in die Gefahrenzone bringen.

Lirik Vishi: 3,5

Darf bei seinem Profi-Debüt gleich eine ganze Halbzeit lang ran. Macht das, ohne grosse Stricke zu zerreissen. Bestrafen muss man ihn deswegen nicht, wenn die Mannschaft so schlecht spielt. Aber wirklich belohnen geht halt eben auch nicht.

Kemal Ademi: 4

Er wird in der 72. Minute für Pululu eingewechselt und hat entsprechend wenig Zeit zur Eigenwerbung. Seine Kopfballvorlage zu Cabrals Anschlusstreffer ist ein Pluspunkt. Ansonsten hat er wenig brauchbare Szenen.

Jasper van der Werff: 3,5

Ersetzt in der 72. Minute Riveros, worauf Koller sein System auf ein 3-5-2 umstellt. Steht dann beim 0:2 ziemlich weit weg von Torschütze Eleke. Darüber hinaus gibt es über seinen Auftritt nicht viel zu berichten.

Emil Bergström: –

Weil sich Eray Cömert verletzt, kommt auch er noch zu einem Einsatz. Ist zu spät im Spiel, um dafür bewertet zu werden. Aber früh genug, um das 0:2 aus der Nähe zu beobachten. Zudem bleibt es dabei: Wenn Bergström eingesetzt wird, verliert der FCB.