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Problematischer Fernunterricht Die Studierenden sitzen daheim

Die Universität Basel hat den Präsenzunterricht nach dem Bundesratsentscheid wieder aufgegeben. Doch der Fernunterricht lähmt den Austausch und könnte negative Folgen für Lehre und Forschung haben.

In den Hörsälen der Uni Basel herrscht wieder gähnende Leere.
In den Hörsälen der Uni Basel herrscht wieder gähnende Leere.
Foto: zvg

Konzentriert schaut Katarina Pencic mit der Maske im Gesicht und Kopfhörern in den Ohren während zweier Stunden auf den Bildschirm ihres Laptops. Seit Anfang November muss sich die 25-jährige Osteuropa-Studentin damit abfinden, dass die Universitäten landesweit auf den Präsenzunterricht verzichten müssen. Mit der eben erst eingeführten gezielten Mischung aus Fern- und Präsenzunterricht ist es schon wieder vorbei.

Wie anstrengend der Fernunterricht per Videotelefonie ist, sieht man Katarina Pencic bereits nach kurzer Zeit an. Doch der Fernunterricht ist nicht nur problematisch, weil er anstrengender ist als der gewöhnliche Präsenzunterricht. «Hochschulbildung lebt insbesondere vom sozialen Austausch. Lehre und Forschung sind diskursive Prozesse», sagte Yves Flückiger, Rektor der Universität Genf und Präsident von Swissuniversities, kürzlich der NZZ. Ein zweites Semester nur mit Fernunterricht sei noch verkraftbar, doch ein drittes würde die Qualität der Lehre und damit der ausgehändigten Diplome bereits negativ beeinflussen.

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