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Interview mit Madeleine Albright«Die Schweiz sollte sehr vorsichtig sein»

Die erste US-Aussenministerin freut sich nach der Ära Trump auf ein neues Kapitel mit Joe Biden. Sie erinnert sich an ihre Schweizer Schulzeit und hat eine Warnung an den Bundesrat.

«Ich bin sehr glücklich über Bidens Sieg»: Die ehemalige US-Aussenministerin Madeleine Albright in Washington D.C.
«Ich bin sehr glücklich über Bidens Sieg»: Die ehemalige US-Aussenministerin Madeleine Albright in Washington D.C.
Foto: Stephen Voss (Redux, Laif)

Madam Secretary, welches Gefühl ist bei Ihnen stärker: die Freude über Joe Bidens Sieg oder die Betroffenheit darüber, dass 74 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner Donald Trump gewählt haben?

Ich bin sehr glücklich über Bidens Sieg. Das ist ein starkes Signal. Was aber angegangen werden muss, sind die wirtschaftlichen Unterschiede, die zur Spaltung des Landes geführt haben. Am wichtigsten ist, dass man mit Leuten spricht, die anderer Meinung sind. Da müssen wir gut zuhören. Nur so kann man herausfinden, wo die Probleme liegen.

Befürchten Sie, dass Trump ein Faktor bleibt in der amerikanischen Politik?

Ja, ich bin beunruhigt, denn er kann gewisse Leute für sich einnehmen. Im Moment scheint es, dass er eine sehr aktive Rolle spielen will. Wichtig ist, dass der gewählte Präsident Joe Biden und sein Team sich überlegen, was getan werden muss, um das Land wieder zusammenzubringen.

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