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In der Stube – und draussenDie schönsten FCB-Tore

Die Corona-Pause ist die Gelegenheit, das Internet nach den schönsten FCB-Toren zu durchforsten. Hier eine persönliche Auswahl. Nicht einverstanden? Dann schreiben Sie uns Ihre Favoriten in die Kommentare.

Solche Bilder wie hier beim 3:0 gegen Frankfurt fehlen in dieser Corona-Zeit.
Solche Bilder wie hier beim 3:0 gegen Frankfurt fehlen in dieser Corona-Zeit.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Alex Freis Freistoss

Die Kamera erzittert, als Alex Frei beim Jubeln zweimal auf die Kamera klopft und in die Linse brüllt: «Das isch emol e Goal.» Frei hat in seiner Karriere viele Tore und auch einige andere sehenswerte Freistosstreffer erzielt, aber dieses war auch für ihn ein ganz spezielles.

Es läuft die 81. Minute im Spiel gegen die Grasshoppers. Es steht 1:1, der FCB tut sich schwer. Die Basler bekommen nochmals einen Freistoss zugesprochen, etwas mehr als 30 Meter vom Tor entfernt. Eine Angelegenheit für Frei. Er nimmt Mass und trifft den Ball optimal. GC-Goalie Swen König kann nur tatenlos mit ansehen, wie der Ball an ihm vorbei ins Lattenkreuz fliegt.

Es ist die Entscheidung, der FCB gewinnt das Spiel mit 2:1 und am Ende auch die Meisterschaft einen Punkt vor dem FCZ. Freis Freistoss sei Dank.

Xherdan Shaqiris Seitfallzieher

Es erinnert sich wohl jeder Schweizer Fussballfan an das herausragende Seitfallzieher-Tor von Xherdan Shaqiri an der EM 2016 gegen Polen. Dabei hat Shaqiri auch ein ähnliches Tor für den FCB erzielt. In der Saison 2011/12, bevor er die Basler in Richtung Bayern München verliess, traf der FCB in der 28. Runde auswärts auf den FC Luzern.

Nach einem Eckball kurz nach Spielbeginn konnten die Gastgeber den Ball nicht klären, sodass David Abraham erneut zur Mitte flankte. Dort verwertete Shaqiri die Hereingabe sehenswert per Seitfallzieher, so wie er es dann gegen Polen erneut zeigte.

Murat Yakins Weitschuss

Der FCB steht bereits als Meister fest, als er am 28. Mai 2005 am letzten Spieltag auf Xamax trifft. Es entwickelt sich entsprechend ein Spiel, welches arm an Höhepunkten ist. Kurz vor der Halbzeit werden die anwesenden Fans allerdings mit einem seltenen Highlight verwöhnt.

FCB-Verteidiger Murat Yakin schiesst aus der eigenen Hälfte und überlistet mit seinem Versuch aus rund 65 Metern den Xamax-Keeper. Ein Treffer, den man bis jetzt im St.-Jakob-Park nicht mehr so gesehen hat und den man wohl auch in Zukunft nicht mehr so schnell sehen wird.

Dimitri Oberlins Sprint

Es ist eine dieser magischen Nächte, von welchen die FCB-Fans in den letzten Jahren in den europäischen Wettbewerben einige erleben durften. Die Basler empfangen an diesem Abend im September den portugiesischen Spitzenclub Benfica Lissabon in der Gruppenphase der Champions League. Und schicken die Gäste aus der Hauptstadt von Portugal gleich mit einer 0:5-Niederlage nach Hause.

Überragender Mann beim FCB ist Dimitri Oberlin mit zwei Toren. Vor allem sein erster Treffer dürfte den meisten Fans noch in Erinnerung sein: Nach einem gegnerischen Eckball sprintet Oberlin in bester Usain-Bolt-Manier über das gesamte Spielfeld und verwertet das Zuspiel von Renato Steffen zur 2:0-Führung.

Marco Strellers Solo

Es ist ein mutiger Vergleich, den die Kommentatoren anstellen. Sie schlagen vor, dass dieses Tor der Treffer des Monats sei, und stellen Marco Streller Zlatan Ibrahimovic gegenüber, der damals bei Barcelona unter Vertrag steht. In der Tat ist dieser Treffer von Streller aus dem Jahr 2009 gegen Xamax sehr sehenswert.

Der Basler Stürmer behauptet im Strafraum den Ball, spielt gleich drei Verteidiger schwindlig und schiebt den Ball am Torwart vorbei ins Netz. Streller hat 144 Tore für den FCB erzielt. Dieses ist sicherlich eines seiner schönsten.

Die BaZ-Serie «In der Stube – und draussen» gibt täglich Tipps, die dabei helfen sollen, die Corona-Zeit halbwegs sportlich zu überbrücken.