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Wegen heftigen GewitternRegion Luzern stand unter Wasser

In der Innerschweiz kam es zu diversen Überschwemmungen. In der Nacht auf Freitag wurden 620 Notrufe gemeldet, 27 Feuerwehren waren im Einsatz.

Sintflutartige Regenfälle in der Innerschweiz
Die Region Luzern kämpft gegen Wassermassen.
(Video: Leserreporter 20 Minuten)

Nach den heftigen Regenfällen vom Donnerstagabend sind im Kanton Luzern auch am Freitag noch Feuerwehrleute im Einsatz gestanden. Zwischen 16.30 Uhr bis 5.15 Uhr gingen 620 Notrufe ein, 27 Feuerwehren mit total 800 Angehörigen rückten zur Bewältigung der Schäden aus.

Verschiedene heftige Gewittterzellen seien am Donnerstagabend und in der Nacht über den Kanton Luzern gezogen, teilte die Luzerner Polizei am Freitag mit. Die Pegelstände von Bächen und Flüssen seien wegen den grossen Regenmengen rasch gestiegen. Das Wasser sei an mehreren Orten über die Ufer getreten.

An der Kleinen Emme bei Emmenbrück verzehnfachte sich so am Donnerstagabend der Wasserabfluss zwischen 17 Uhr und 21 Uhr nach Angaben des Bundesamts für Umwelt von 30 Kubikmeter pro Sekunde auf 300 Kubikmeter pro Sekunde. Am Freitagmorgen lag er noch immer bei über 100 Kubikmeter. Die Polizei warnte deswegen davor, sich am Ufer der Fliessgewässer aufzuhalten.

Besonderes betroffen vom Unwetter waren die Stadt Luzern, die Gemeinde Malters, das Entlebuch im Westen und Hochdorf im Nordosten des Kantons. Überschwemmte Keller, Garagen und Unterführungen wurden überschwemmt, Geschiebesammler und Bachdurchlässe wurden verstopft. Am Freitagmorgen seien noch immer drei Feuerwehren im Einsatz gestanden, teilte die Polizei mit.

Eine Unterführung bei Sempach-Station.
Eine Unterführung bei Sempach-Station.
Foto: Kantonspolizei Luzern

Im Würzenbachquartier der Stadt Luzern standen Strassen nach Angaben der Polizei knietief unter Wasser. In ganzen Häuserreihen wurden Keller überflutet. Der Bahnverkehr zwischen Luzern und dem Verkehrshaus, aber auch in anderen Teilen des Kantons, war beeinträchtigt.

Auch der Flugplatz in Emmen stand unter Wasser. Strassen mussten nach Murgängen und Rutschungen gesperrt werden. Verletzt wurde niemand.

SDA

9 Kommentare
    Alejandro Romero

    Dass war die Strafe, für unser vieles Fleischessen, Bauen, Autofahren, Fliegen, Öl verheizen und Kinder zeugen. Entweder ab sofort auf all diese Aktivitäten verzichten oder oder damit rechnen, dass solche Wetterkapriolen alltäglich werden könnten, ob Hitze, Dürren, Überschwemmungen, Erosion, Desertifikation, auftauen des Phermafrost, Gletscherschwund, Bergstürze und steigende Meeresspiegel. Wenn wir in der Schweiz sofort auf diese Aktivitäten verzichten würden. Corona hilft uns dabei, treibt uns das ins Elend und der Klimawandel würde trotzdem nicht gestoppt.