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Langzeitfolgen von Covid-19«Die Patienten leiden vor allem unter sehr grosser Müdigkeit»

Hausarzt-Präsident Philippe Luchsinger hat in seiner Praxis Corona-Betroffene mit Spätfolgen. Bei mittelschweren Verläufen sei es plausibel, dass diese recht häufig vorkämen.

Dr. med. Philippe Luchsinger ist Präsident des Berufsverbandes Haus- und Kinderärzte Schweiz und Hausarzt mit eigener Praxis.
Dr. med. Philippe Luchsinger ist Präsident des Berufsverbandes Haus- und Kinderärzte Schweiz und Hausarzt mit eigener Praxis.
Foto: Franca Quaglia

Die Universität Zürich findet in einer ersten Auswertung von 105 Corona-Infizierten, dass viele Spätfolgen spüren. Sehen Sie solche Langzeitbetroffene auch in Ihrer Praxis?

Ja, wir betreuen in unserer Praxis zwei, drei Patienten, die nach einer Coronavirus-Infektion schon länger Mühe haben. Sie leiden vor allem unter sehr grosser Müdigkeit. Ich höre das auch von Kollegen, dass sie vermehrt solche Patienten haben.

Die Studie findet eine sehr hohe Zahl von Betroffenen: Jeder Fünfte bemerkt demnach nach sechs Monaten noch Folgen einer Coronavirus-Infektion. Ist das aus Sicht der Praxis plausibel?

Bei den Leuten, die schwerer erkrankt sind, starken Husten hatten und über mehrere Tage ausser Gefecht waren, ist das gut nachvollziehbar. Wenn der Verlauf so schwer war, dass die Patienten hospitalisiert oder gar beatmet werden mussten, ist sowieso zu erwarten, dass es lange dauert, bis sie keine Folgen mehr bemerken.

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