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Wie wir zu Gläubigen werden Die Osterbotschaft der Kunst

Netzkultur ohne Publikum ist wie eine Auferstehung ohne Leib. Der Körper ist nicht alles, aber ohne Körper ist alles nichts.

Tanz als Verkörperung von Geist. Und die Erschaffung von Intensität. Das Ensemble das Balletts am Theater Basel.
Tanz als Verkörperung von Geist. Und die Erschaffung von Intensität. Das Ensemble das Balletts am Theater Basel.
Foto: Lucia Hunziker

Letzte Woche war es so weit. Die Nachbarn machten erstmals Balkon-Musik; Beethovens «Ode an die Freude». Das Akkordeon winselte, die Flöte pfiff aus dem letzten Loch. Das war einerseits rührend, andererseits ärgerlich. Die Nachbarn wollten die sogenannten Helden des Alltags ehren, Ärzte, Pflegepersonal, Kassiererinnen im Supermarkt. Schaffige Helfer jedoch mit Katzenmusik zu ehren, ist völlig daneben. Wenigstens vorher üben hätten die Goodwill-Musikanten können. Streng genommen verdienten sie Applaus und Buh-Rufe, beides. Aber das Publikum fehlte.

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