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Comeback der GitarreDie neuen Rockgöttinnen

Nicht lange ist es her, da wurde der Tod der E-Gitarre verkündet. Doch in der Corona-Krise boomt der Markt wieder – auch dank Rockerinnen wie St. Vincent.

Begnadete Gitarristin: Annie Clark alias St. Vincent (links) im Duett mit Dua Lipa bei den Grammys 2019.
Begnadete Gitarristin: Annie Clark alias St. Vincent (links) im Duett mit Dua Lipa bei den Grammys 2019.
Foto: Getty Images

Der E-Gitarre wurde schon oft die Totenglocke geläutet. Die alten Helden sind gestorben, heisst es dann, oder wie Eric Clapton, Jimmy Page, Pete Townshend oder Keith Richards längst über 70. Neue Helden mit vergleichbarer Ausstrahlung? Nicht in Sicht. Wie auch? Seit Hip-Hop und R ’n’ B im Laufe der Nullerjahre die leitenden Pop-Genres wurden, war die E-Gitarre in Pop-Arrangements mehr und mehr eine Soundfarbe unter anderem.

Der E-Gitarren-Absatz sank entsprechend zwischen 2007 und 2017 in den USA, dem weltgrössten E-Gitarren-Markt, um ein Drittel. Und Gott persönlich, der in der Gitarrenwelt ja seit den Sechzigern laut einer berühmten Wandschmiererei («Clapton Is God») nicht der Allmächtige ist, sondern eben Eric Clapton, konstatierte, dass die Zeit seines Instruments wohl vorüber sei.

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