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«Die neue Messehalle war kein Fehlentscheid»

Realistischer Messe-CEO. René Kamm weiss, welche Erwartungen an die Baselworld 2018 gestellt werden.

BaZ: In den Medien ist von Unmut unter den Ausstellern die Rede und dass sich die Baselworld negativ entwickelt habe und zu teuer sei. Der Salon de la Haute Horlogerie (SIHH) in Genf hat der Baselworld das Wasser abgegraben, schreibt die NZZ. Ist die Messe am Ende?

Der SIHH ist in der gleichen Situation, und dort scheint es besser zu laufen.

Und jetzt wird das Grundkonzept verändert?

Haben Sie mit der Verkürzung der Messe und den Preissenkungen nicht zu lange zugewartet? Diese Forderungen standen ja schon lange im Raum.

Und um die Kosten zu minimieren, dürfen die Aussteller in der Halle 1.0 jetzt ihre Stände stehen lassen?

War der Bau der neuen Messehalle rückblickend ein Fehlentscheid?

Die Swatch Group hat ihren Vertrag mit der Messe verlängert. Die meisten anderen Firmen warten diese Messe ab. Wie gehen Sie mit der Entwicklung um?

Weshalb kommt es nicht zu einer terminlichen Annäherung mit dem SIHH?

Was ist neu an der Baselworld 2018?

Ist es überhaupt noch möglich, klare Aussagen über die Zukunft zu machen?

Welche Bedeutung hat denn die Baselworld überhaupt noch?

Der Eindruck ist doch, dass renommierte Marken Ihrer Messen eine Art Abgesang auf die Baselworld anstimmen. Besteht nicht die Gefahr einer Abwärtsspirale?

Das Phänomen der hohen Preise zieht sich durch viele Bereiche: Der Salat, der im Restaurant in der Nähe der Messe unterm Jahr nur 12.50 Franken kostet und während der Baselworld dann 32.50 Franken, ist nur ein Beispiel. Das merken die Besucher doch auch.

Haben es sich die Gastronomen und Hoteliers aber nicht lange zu einfach gemacht und nach dem Motto gehandelt: Die Messe ist das Zugpferd, und wir fahren hinten im Wagen mit?

Anders gefragt: Müssen gewisse Leute in der Stadt nicht einsehen, dass die goldenen Zeiten vorüber sind?

In Ihrem gestern veröffentlichten Jahresausblick sprechen Sie von schwierigen Jahren 2018 und 2019. Ihnen fehlen 40 Millionen Jahresumsatz wegen der Probleme bei der Baselworld.

Wegen des Umsatzrückgangs im Messegeschäft haben Sie eine Wertberichtigung in Höhe von 100 Millionen Franken auf die Messegebäude vornehmen müssen. Dies auf Anraten der Revisionsgesellschaft, wie es heisst.

In Ihrer Funktion stehen Sie nun zwischen der operativen Einheit und dem Verwaltungsrat, der nicht jeden Tag die Zahlen verfolgt. Da hatten Sie sicher einiges zu erklären.

… die Projektionen sind das Ziel unserer Frage. Sie arbeiten mit Szenarien, und noch schlechtere Entwicklungen sind durchaus denkbar.

Auch dass sich der Kanton möglicherweise aus dem Aktienkapital zurückziehen könnte. Ist das ein Thema?

Das hätte sicher auch Konsequenzen am Standort. Wie sind Kanton und Messe auf dem Messegelände verflochten?

Das heisst konkret?

Dann kann der Kanton auch sehr beruhigt auf die Situation schauen.

Der geplante Neubau anstelle des heutigen Messe-Parkhauses soll vorangetrieben werden. Ist das sinnvoll?