Zum Hauptinhalt springen

Italien im 20. JahrhundertDie letzten Tage vor der Diktatur

Antonio Scuratis monumentaler Doku-Roman über Mussolinis Aufstieg fasziniert durch seine detailreiche Fülle.

28. Oktober 1922: Faschistische Kampfbünde marschieren auf Rom zu. Sie erzwingen die Machtübernahme durch Benito Mussolini, der auf dem Bild im schwarzen Mantel zu sehen ist.
28. Oktober 1922: Faschistische Kampfbünde marschieren auf Rom zu. Sie erzwingen die Machtübernahme durch Benito Mussolini, der auf dem Bild im schwarzen Mantel zu sehen ist.
Foto: Keystone

«Italien will von den grossen Nationen der Welt wie eine Schwester behandelt werden und nicht wie ein Zimmermädchen.» Als Benito Mussolini dies am 3. November 1922 verkündet, hat er eben ein wichtiges Etappenziel erreicht: Im Oktober ist er von König Vittorio Emanuele III. zum Ministerpräsidenten einer Mitte-rechts-Regierung berufen worden. Dies unter dem Druck des «Marsches auf Rom», mit dem die faschistischen Schlägertrupps des «Duce» gedroht hatten. Sie waren rund um die Hauptstadt versammelt, doch eine gewaltsame Übernahme des Parlamentsgebäudes war nicht mehr nötig. Italien ist nach dem Ersten Weltkrieg zerrissen zwischen bolschewistischen Revolutions- und nationalistischen Grossmachtträumen, sein müder König knickt ein.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.