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Populisten und Donald TrumpDie europäischen Nationalisten verlieren ihr Idol

Die Niederlage von Donald Trump erwischt Populisten wie Viktor Orban oder Boris Johnson auf dem falschen Fuss. Für einen Abgesang auf Europas Rechte ist es aber zu früh.

Ungarns rechtsnationaler Premier Viktor Orban (Mitte) und Sloweniens Regierungschef Janez Jansa (rechts) sind beide Trump-Fans.
Ungarns rechtsnationaler Premier Viktor Orban (Mitte) und Sloweniens Regierungschef Janez Jansa (rechts) sind beide Trump-Fans.
Foto: Szilard Koszticsak (EPA-EFE)

Auf Janez Jansa kann sich der US-Präsident verlassen: «Es ist klar, dass das amerikanische Volk Donald Trump und Mike Pence für vier weitere Jahre gewählt hat», verkündete Sloweniens Premier schon in der Wahlnacht. Der Regierungschef aus dem kleinen EU-Staat hat seither nicht nachgelassen und verbreitet über den Kurznachrichtendienst Twitter unverdrossen Trumps Verschwörungstheorien vom grossen Stimmenklau der amerikanischen Demokraten, um Joe Biden zum Wahlsieg zu verhelfen.

Das hat nichts damit zu tun, dass First Lady Melania in der damals jugoslawischen Teilrepublik Slowenien aufgewachsen ist. Janez Jansa gehört zur Truppe der überzeugten Anhänger des noch amtierenden US-Präsidenten. Donald Trump ist informeller Führer und Quelle der Inspiration für diese Internationale der Populisten, zu der in Europa neben Janez Jansa an erster Stelle Ungarns Regierungschef Viktor Orban gehört, ein Verbündeter des Slowenen. Auch Polens rechtsnationale Regierung teilt Trumps Agenda gegen Migration, gegen Pluralismus und die «globalistischen Eliten». Und Grossbritanniens Boris Johnson setzte auf einen Deal mit Donald Trump, um mit der EU ohne Deal die Brücken abbrechen zu können.

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