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#MeToo und Oper: KommentarDie Grauzone wird endlich ausgeleuchtet

Früher haben sie nur gesungen, jetzt reden sie auch: Opernsängerinnen und -sänger wehren sich gegen Machtmissbrauch aller Art.

Auf der Bühne ist vieles möglich – wenn neben der Bühne die Regeln eingehalten werden: Christine Schäfer und Angela Denoke als Cherubino und Contessa in Mozarts «Le nozze di Figaro» in Salzburg, 2001.
Auf der Bühne ist vieles möglich – wenn neben der Bühne die Regeln eingehalten werden: Christine Schäfer und Angela Denoke als Cherubino und Contessa in Mozarts «Le nozze di Figaro» in Salzburg, 2001.
Foto: Keystone

Man hat in der Opernwelt schon immer gewusst, dass es Menschen gibt, die ihre Macht missbrauchen. Manche Komponisten haben das Thema sogar auf die Bühne gebracht: Mozart etwa, der in «Le nozze di Figaro» zeigt, wie der Conte Almaviva der Zofe Susanna zu nahe tritt.

Auch hinter den Kulissen spielen sich solche Geschichten ab. Wobei die weiblichen wie männlichen Opfer sich im Unterschied zu Susanna meist nicht gewehrt, sondern geschwiegen haben – bis die #MeToo-Welle die Klassikwelt erfasst hat. Was zum Vorschein kam, war in den seltensten Fällen justiziabel.

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