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Mamablog: Interview zum Lehrplan 21«Die Freude am Lernen bleibt oft auf der Strecke»

Steigender Leistungsdruck, zu wenig Zeit für Vertiefung und die persönliche Entwicklung: Ein Primarlehrer teilt seine Sicht auf die heutige Volksschule.

Spielerisch lernen: Primarschülerinnen bei der Auseinandersetzung mit dem Ampel-System.
Spielerisch lernen: Primarschülerinnen bei der Auseinandersetzung mit dem Ampel-System.
Foto: Reto Oeschger

Herr Huber*, Sie arbeiten seit 16 Jahren als Lehrer und Heilpädagoge auf verschiedenen Stufen der Volks- und Sonderschulen, aktuell unterrichten Sie eine erste Klasse. In welchem Punkt hat sich Ihre Arbeit seit 2004 am deutlichsten verändert?

Eine positive Entwicklung ist, dass das Lernen individualisiert und stärker den jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnissen des Kindes angepasst wurde. Weniger gut finde ich, dass die Kernaufgabe des Unterrichtens immer mehr administrativen Aufgaben weichen musste. Zudem kommt es, vor allem in der Unterstufe, zunehmend zu mehr Unruhe und Streitereien – was meiner Meinung nach eine Folge davon ist, dass Kinder immer mehr Zeit vor Bildschirmen verbringen, statt mit anderen zu spielen. Das hat auch Einfluss auf ihre Sozialkompetenzen, was sich wiederum im Klassenverband bemerkbar macht.

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