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«Die Frau hatte leider einfach Pech»

Das Bethesda-Spital hat Anfang Juli eine Frau in den Wehen abgewiesen. Andrea Weber, Geschäftsführerin des Schweizerischen Hebammenverbands, spricht über selbstbestimmtes Gebären und nimmt das Spital dennoch in Schutz.

Wenn bei der Geburt nicht alles läuft wie geplant, kann das für einige Frauen belastend sein.

Wenn bei der Geburt nicht alles läuft wie geplant, kann das für einige Frauen belastend sein.

(Bild: Felipe Dana (Keystone))

Nina Jecker

Das Bethesda-Spital hat Anfang Juli hochschwangere Patientinnen trotz frühzeitiger Anmeldung abgewiesen, weil keine Betten mehr frei waren. Eine Frau stand bereits mit Wehen vor der Spitaltüre. Wie schätzen Sie den Vorfall ein?
Ich kenne den Fall nur aus den Medien. Es ist aber so, dass das immer wieder vorkommt. In der Stadt Zürich beispielsweise ist es inzwischen Normalität, dass die Kliniken sich untereinander immer öfter absprechen müssen, um zu checken, wer noch wie viele freie Betten hat. So wissen sie, wohin sie die Frauen schicken können, wenn die eigenen Kreisssäle besetzt sind.

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