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Unterwegs mit einer HirtinDie Frau, die 500 Schafe durch den Winter bringt

Sarah Müri hat sich für ein Leben weit draussen entschieden.

Sarah Müri bei garstigem Wetter mit dem Herdenschutzhund Alfonso.
Sarah Müri bei garstigem Wetter mit dem Herdenschutzhund Alfonso.
Foto: Lucia Hunziker

«Nein, die totale Sicherheit ist nicht mein Ding.» Seit sich die 37-jährige Sarah Müri vor sechs Jahren aus der Welt der Geomatik verabschiedet hat, kümmert sie sich um Schafe. Das ist wenig lukrativ. Wahrscheinlich ist es auch keine Arbeit, die sie bis zur Pensionierung ausüben kann. Sarah Müri ist eine von vielleicht noch 25 Hirtinnen und Hirten in der Schweiz. «Das ist Hobby und Beruf in einem», erklärt sie, «es muss eine grosse Leidenschaft dahinterstehen, gerade bei der Arbeit mit den Hunden.»

Bis zum 15. März ist Müri mit rund 500 Schafen auf der Winterweide. Täglich. Auch wenn wie jetzt starker Wind die Nebelschwaden vom Murenberg in Bubendorf vertreibt, ehe er einen peitschenden Regen verursacht. Die Schafe nehmen das mit stoischer Ruhe zur Kenntnis. Sarah Müri genauso. Sie steckt in wasserdichten Stiefeln. Ein gelb leuchtender Regenschutz aus der Landi soll dem Regen trotzen. «Wenn es den ganzen Tag regnet, bist du irgendwann trotzdem durchnässt.» Sie vertraue auf mehrere Schichten von Kleidern und wechsle diese häufig. «Vor allem wechsle ich jetzt auf Wollprodukte», verrät die Schäferin. Diese trage sie direkt auf der Haut. Obs kratzt? «Nicht so schlimm.»

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