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«Nicht-Morgestraich» in BaselDie Fasnacht ist tot – es lebe die Fasnacht!

Man kann in diesem Jahr den Fasnächtlern in Basel vieles nehmen, nicht aber den 4-Uhr-Schlag. Einige Narren hat es trotz abgesagter Fasnacht in die Innenstadt gezogen.

Ein Grüppchen der Sporepeter-Clique hat es sich zu früher Stunde vor dem Rathaus gemütlich gemacht.
Ein Grüppchen der Sporepeter-Clique hat es sich zu früher Stunde vor dem Rathaus gemütlich gemacht.
Foto: Lucia Hunziker

Lichter löschen? Nein.

Trommeln und pfeifen? Nein.

Gässle? Eigentlich auch nicht.

Bleibt da vom Morgestraich überhaupt noch etwas übrig? Ja. Der 4-Uhr-Schlag. Der kann keinem Fasnächtler genommen werden. Der klare Sternenhimmel funkelt über der nächtlichen Stadt, als ein paar Unentwegte vorzeitig zum Münsterplatz ziehen. Soeben haben sich zwei Kostümierte mit dem Taxi vor dem Münster absetzen lassen.

Zwei andere, dunkle Gestalten stehen bereits vor einer Bank. Die eine ist der Tod, die andere sein Narrengeselle. Vor ihren Knochenschädeln tragen sie eine liebliche Larve, um nicht gleich erkannt zu werden und um den fasnächtlichen Mummenschanz mitzumachen. Als es die Münsterglocken 4 Uhr schlagen lassen, stehen die beiden mit Sense und Laternchen auf der Pfalz und schauen hinunter auf den schwarzen, träge dahinfliessenden Rhein.

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