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WirtschaftsberichtDie Entwicklung von Beschäftigten in der Region ist schwach

Der erster Bericht der beiden Basel und des Juras zeigt gegenüber anderen Schweizer Regionen Defizite. Die Standortkosten in der Stadt sind hoch.



Die Pharmabranche ist in der Region ein Wachstumstreiber.


Die Pharmabranche ist in der Region ein Wachstumstreiber.
Foto: Bruno Schlatter

In ihrem ersten gemeinsamen Wirtschaftsbericht attestieren sich die beiden Basel und der Kanton Jura ein überdurchschnittliches Wohlstandsniveau und eine hohe wirtschaftliche Dynamik. Die Beschäftigungsentwicklung wird aber im gesamtschweizerischen Vergleich als schwach bewertet.

Ziel des Berichts sei eine unabhängige Analyse der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der drei Kantone im Schweizer und im internationalen Vergleich, heisst es im am Mittwoch veröffentlichten Wirtschaftsbericht. Er solle einerseits als aktuelle Informationsquelle für die verschiedenen Ansprechgruppen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung dienen und anderseits als Grundlage der regionalen und kantonalen Wirtschaftspolitik.

Wenig überraschend wird der Life-Sciences-Cluster mit der Schlüsselbranche Pharma als Wachstumstreiber bezeichnet. Grosse Stärken der Region seien überdies das hohe Innovationspotenzial und die Innovationsfähigkeit, heisst es im Bericht weiter. Als ein «gewisses Risiko» wird auf der anderen Seite das Fehlen eines gut ausgebauten IT-Clusters genannt.

Als negativer Sachverhalt werden weiter die hohen Standortkosten genannt. Insbesondere die urbanen Gebiete von Basel-Stadt und Basel-Landschaft entwickelten sich zu einem teuren «Premiumstandort», heisst es im Bericht. Das führe zu Verschiebungen in der Branchenstruktur, wovon unter anderem der Beschäftigungsrückgang in der Schlüsselbranche Logistik zeuge.

Risiko Alterung der Bevölkerung

Als Risiko wird auch der hohe Altersdurchschnitt der Bevölkerung aufgeführt. Die demografische Entwicklung habe einen Rückgang bei der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zur Folge.

Das stelle eine grosse Herausforderung für die Deckung des Fachkräftebedarfs dar. Daraus resultiere eine hohe Abhängigkeit von ausländischen Grenzgängerinnen und Grenzgängern und von Arbeitskräften aus dem EU-Raum und aus Drittstaaten.

Der trinationale Arbeitsmarkt wird im Bericht aber auch als eine der Stärken genannt. Dazu komme ein Startup-freundliche Umfeld mit Technologie- und Industrieparks. Als konkretes Beispiel wird der Switzerland Innovation Park Basel Area genannt, der ein attraktives Umfeld für Unternehmerinnen und Unternehmer, Forschende und Innovatoren mit Forschung- und Entwicklungs-Partnern, Dienstleistern und Investoren schaffe.

SDA