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Gerhard Polt-Porträt in Corona-Zeit «Die einen sind mehr wert, die anderen können untergehen»

Der Grand Old Man des deutschen Kabaretts sorgt sich um die Corona-gebeutelte Kulturszene und kritisiert das Klima der Shitstorms.

Gerhard Polt an seinem heimatlichen Schliersee: Er lässt Idyllen auflaufen.
Gerhard Polt an seinem heimatlichen Schliersee: Er lässt Idyllen auflaufen.
Foto: Hans-Peter Hösl (JKP Kontakthof)

Angst vor Corona hat Gerhard Polt nicht. Trocken kommentiert der 78-Jährige: «Na ja, der Berlusconi hats auch überlebt.» Der Blick nach Italien gehört zu Polt wie die Erinnerung an seine filmische Kultsatire über deutsche Touristen in Italien, «Man spricht deutsh» von 1988. Schliesslich verbringt der Meisterkabarettist dort oft mehrere Monate am Stück.

Mit Abstand von der Heimat – Polt lebt sonst am bayrischen Schliersee – sieht man manches schärfer. Und dass der Mann mit der randlosen Brille und den nur scheinbar gemütlichen Plauder-Schnörkeln voller urbayerischer «Gölls» und «Obachts» extrascharf hinschaut: Daran besteht kein Zweifel.

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