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Zehn RezepteDie besten Grill-Saucen aus aller Welt

Argentinisches Chimichurri, japanische Knoblauch-Creme, englische Minze-Sauce: Richtig köstlich schmeckt Grillgut erst mit selbst gemachten Saucen.

Munteres Saucen-Zubereiten beim Autor zu Hause: Es gab Grillkäse, Lammkoteletts und grüne Spargeln dazu. Und Chips…
Munteres Saucen-Zubereiten beim Autor zu Hause: Es gab Grillkäse, Lammkoteletts und grüne Spargeln dazu. Und Chips…
Foto: Daniel Böniger

Grüne Spargeln mit Fleur de sel. Mit Frischkäse gefüllte Champignons. Saftige Hohrücken-Steaks, innen noch rosa. Fangfrische Forellen mit Zitrone und Kräutern im Bauch ... Schön und gut, aber all diese Köstlichkeiten sterben den geschmacklichen Tod, wenn Sie am Ende in Heinz-Ketchup oder sonst einer gekaufte Sauce ertränkt werden.

Damit der BBQ-Anlass gelingt, braucht es nämlich nicht nur anmächelige Grilladen, hübsche Salate und liebevoll gebackenes Brotauch die Saucen sind viel mehr als blosse Nebendarsteller. Hier zehn Rezepte, die auch Kochlaien hinbekommen. Und mit denen sie erst noch aromatisch einmal um die Welt reisen können.

Es lohnt sich übrigens, die Saucen am Vortag zuzubereiten, damit die Zutaten sich schön verbinden. Sollten mehr als vier Personen am Grillfest teilnehmen, können die Zutatenmengen problemlos verdoppelt werden. Ungefähr 34 Saucen, um nicht zu sagen Destinationen, pro Mahlzeit sind sinnvoll.

Japan: Knoblauch-Creme «Tokyo»

Er ist ganz dezent zu schmecken in der japanischen Sauce: Knoblauch.
Er ist ganz dezent zu schmecken in der japanischen Sauce: Knoblauch.
Foto: Handmade Pictures / Alamy

Zutaten:

2 Knoblauchzehen, 2 EL Crème fraîche, 2 EL Magerquark, 2 EL Mayonnaise, 1 Päckli Misopaste (ca. 15 g), ½ TL Sojasauce, 4 g sehr fein gehackter Ingwer, 3 EL Sesamsamen, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Knoblauchzehen im Ofen bei 200 Grad circa 30 Min. anrösten, bis sie aussen bräunlich und innen weich sind. Mit Crème fraîche, Magerquark, Mayonnaise, Misopaste, Sojasauce und Ingwer im Mixer vermischen. Die Sesamsamen in einer Bratpfanne ohne Zugabe von Öl anrösten und zur Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Natürlich würde niemand in Japan eine Grillsauce so zubereiten wir gehen aber jede Wette ein, dass sämtliche Gäste am Grillevent fragen, wie man diese wunderbar raffinierte Knoblauchcreme zubereitet.

USA: Bluecheese-Sauce

Etwas ungewohnt, aber eine wunderbare Zutat für eine Grill-Sauce: Blauschimmelkäse.
Etwas ungewohnt, aber eine wunderbare Zutat für eine Grill-Sauce: Blauschimmelkäse.
Foto: Getty Images

Zutaten:

70 g Blauschimmelkäse, z. Bsp. Gorgonzola, 100 g Crème fraîche, 2 EL Mayonnaise, 1 EL Zitronensaft, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Alle Zutaten (ohne den Pfeffer) mit dem Pürierstab kurz mixen und abschmecken.

Make Chickenwings great again! Diese doch sehr amerikanische Sauce geniesst man am besten mit Pouletflügeli oder -schenkeln. Umwerfend!

Argentinien: Chimichurri

Gehört an jedes argentinische Grillfest Asado: Chimichurri.
Gehört an jedes argentinische Grillfest Asado: Chimichurri.
Foto: VQH

Zutaten:

Kleine rote Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, ½ Bund Peterli, 12 Zweige Thymian, ½ Peperoncino, 8 EL Olivenöl, 8 EL Rotweinessig, 2 EL getrockneter Oregano, Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch, Peterli, Thymian und Peperoncino klein hacken. Mit restlichen Zutaten (bis und mit Oregano) vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, über Nacht kühlstellen.

Es soll in Südamerika ja Menschen geben, die mit Chimichurri das Fleisch marinieren viel schöner ist es aber, es nur zu salzen und nach dem Grillieren mit dieser herrlich kräuterigen Sauce zu geniessen.

England: Minzsauce

Von vielen gemieden, von den Engländern geliebt: «Mint Sauce» aus frischer Pfefferminze.
Von vielen gemieden, von den Engländern geliebt: «Mint Sauce» aus frischer Pfefferminze.
Foto: Getty Images/iStockphoto

Zutaten:

1 Bund Minze, 75 g Rohrzucker, 6 EL Wasser, 125 ml Weinessig

Zubereitung:

Wasser, die Hälfte des Zuckers und die Minze im Mixer zu einer Paste verarbeiten. Essig in einer Pfanne mit der anderen Hälfte des Zuckers aufkochen, dann die Pfanne vom Herd nehmen und die Paste hinzufügen. Mind. 2 bis 3 Stunden ruhen lassen.

Traditionellerweise wird diese Sauce zu Lammfleisch genossen. Sie passt aber auch zu grilliertem Gemüse, zum Beispiel Zucchetti, hervorragend.

Griechenland: Tsatsiki

Damit das Tsatsiki nicht wässerig wird, sollte man die Gurken vorher salzen und abtropfen lassen.
Damit das Tsatsiki nicht wässerig wird, sollte man die Gurken vorher salzen und abtropfen lassen.
Getty Images/EyeEm

Zutaten:

½ Gurke (geschält und geraffelt), 100 g griechisches Joghurt, 1 Knoblauchzehe (gehackt), 1 EL Olivenöl, etwas Salz, etwas gemahlener Kreuzkümmel

Zubereitung:

Die geraffelte Gurke salzen und in einem Sieb gut eine halbe Stunde abtropfen lassen. Mit dem Joghurt, dem Knoblauch und dem Olivenöl vermengen, mit Salz und (falls gewünscht) einer Prise Kreuzkümmel abschmecken.

Dieser Dip ist Sommer pur. Das Tsatsiki passt zu Fisch, Lammkoteletts und Kartoffeln aus der Folie, die mit etwas Olivenöl, Salz und Rosmarin in die Glut gelegt werden.

Indien: Zwiebelchutney

Zwiebeln sind die Basis für ein würziges indisches Chutney.
Zwiebeln sind die Basis für ein würziges indisches Chutney.
Foto: FEM

Zutaten:

50 g Urad-Daal (geschälte schwarze Linsen), 150 g Zwiebeln, 2 EL Erdnussöl, 1 Peperoncino, 1 Knoblauchzehe (fein gehackt), 1 EL Rohrzucker, 2 EL Ingwer (fein gehackt), 1 TL Korianderpulver, ½ TL gemahlener Kreuzkümmel, Salz, einige Sultaninen

Zubereitung:

Öl in eine Pfanne geben, Linsen und Zwiebeln darin andünsten. Die weiteren Zutaten bis und mit Kreuzkümmel hinzufügen und alles mit einem Mixer zerkleinern; falls nötig einige Esslöffel Wasser zugeben. Mit Salz abschmecken und mit Sultaninen dekorieren.

Dies ist eine eher trockene Grillsauce, die einen Hauch von Indien auf den Tisch zaubert. Ganz besonders gut schmeckt sie mit dem Grillkäse Halloumi.

Mexiko: Tomaten-Salsa

Die selbst gemachte Tomatensalsa passt zu allem – auch als Dip zu Chips.
Die selbst gemachte Tomatensalsa passt zu allem – auch als Dip zu Chips.
Foto: Getty Images

Zutaten:

2 geschmackvolle Tomaten, 1 Peperoncino, 1 rote Zwiebel, ½ Bund Koriander, Saft einer Limette, 4 Esslöffel Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Tomaten, Peperoncino, Zwiebel und Koriander so klein wie möglich schneiden. Mit dem Limettensaft und dem Olivenöl mischen. Würzen.

Es ist das einfachste Rezept in dieser Listevielleicht aber auch das wohlschmeckendste. Diese Salsa ist so fein, dass man sie auch ganz ohne Grilladen auslöffeln könnte... Passt zu grilliertem Fisch ebenso gut wie zu Rindfleisch oder Spareribs.

Frankreich: Senfcreme

Solche Senfkörner werden gemahlen – das Senfmehl ist dann die Basis für unsere französische Senfcreme.
Solche Senfkörner werden gemahlen – das Senfmehl ist dann die Basis für unsere französische Senfcreme.
Foto: zvg

Zutaten:

60 g Senfmehl, 100 ml Vollrahm, 25 g Zucker, 1 Prise Salz, Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:

Senfmehl, Rahm und Zucker mit dem Schwingbesen gut verrühren und aufkochen. Mit Salz und Zitrone würzen, erkalten lassen.

Je nach verwendetem Senfmehlerhältlich in Reformhäusernkann diese süsslich-samtene Senfsauce doch sehr scharf werden. Sie passt zu Würsten, Schweinskotelett und Kartoffeln aus der Folie.

Australien: BBQ-Sauce

Wenn sie keine Saison haben, tun es auch Tomaten aus der Dose.
Wenn sie keine Saison haben, tun es auch Tomaten aus der Dose.
Getty Images

Zutaten:

½ Zwiebel (gehackt), etwas Olivenöl, 2 Knoblauchzehen, 200 g Tomaten aus der Dose, 40 g Rohrzucker, 2 EL neutraler Essig, 1 EL Worcestershire-Sauce

Zubereitung:

Zwiebeln in Pfanne mit wenig Öl andünsten, bis sie glasig sind. Mit den restlichen Zutaten vermengen und im Mixer fein pürieren, sodass eine ketchupartige Sauce entsteht.

Die Australier sind BBQ-Weltmeisterund besser als einfach nur simples Ketchup ist diese Sauce allemal. Wer will, kann sie mit kleinen Cornichons-Würfeli pimpen.

Südafrika: Braai

Sorgen für viel Geschmack in der südafrikanischen Sauce namens Braai: Peperoni.
Sorgen für viel Geschmack in der südafrikanischen Sauce namens Braai: Peperoni.
Foto: zvg

Zutaten:

½ Peperoni (in kleine Würfel geschnitten), 80 g gehackte Zwiebeln, 2 gehackte Knoblauchzehen, 1 EL Olivenöl, ½ EL Tomatenmark, 20 g Rohrzucker, 2 cl Aceto Balsamico, 1 TL Ingwerpulver, 200 g gehackte Tomaten aus der Dose, 15 ml Worcestershire-Sauce, ½ EL Dijonsenf, Salz, evtl. Wasser, 1 EL Limettensaft

Zubereitung:

Peperoni, Zwiebeln und Knoblauch auf mittlerer Hitze vorsichtig im Olivenöl andünsten. Tomatenmark, Zucker, Aceto, Ingwerpulver, gehackte Tomaten, Worcestershire-Sauce und Senf hinzugeben. Für circa 45 Min. leicht köcheln lassen und falls nötig regelmässig ein, zwei Esslöffel Wasser hinzufügen. Mit Salz und Limettensaft abschmecken.

Zugegeben, diese Sauce aus Südafrika hat eine lange Zutatenlistedoch dafür wird die Nase während des Kochens mit wunderbar wechselnden Düften entschädigt. Und: Der Geschmack der fertigen Sauce ist unvergleichlich vielschichtig. Sie passt zu allem!

16 Kommentare
    Ronnie König

    Die griechische Sauce einfach mit griechischem Joghurt anrichten, dann wird sie weit weniger wässrig, einfach kurz umrühren und schon ist alles gut.