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Big Data in der ÖkologieDie Arktis gerät aus der Balance

Eine neue Datenbank mit zahlreichen Bewegungsdaten von Tieren zeigt, wie unterschiedlich arktische Arten auf den dramatischen Wandel ihres Lebensraums reagieren.

Einige Arten profitieren vom Klimawandel, viele werden nicht überleben: Rentier in der Nähe von Tromsø, Norwegen.
Einige Arten profitieren vom Klimawandel, viele werden nicht überleben: Rentier in der Nähe von Tromsø, Norwegen.
Foto: Loop Images/Universal Images Group via Getty Images

Seit Jahrzehnten bestücken Verhaltensbiologen Bären, Rentiere, Elche, Steinadler und viele Vertreter anderer arktischer Tierarten mit Sendern und Datenloggern, um deren Bewegungsmuster aufzuzeichnen. Die Unmengen an gewonnenen Daten sind wie so oft ein Schatz, der erst noch gehoben werden muss.

Im Prinzip zeigen die Bewegungsdaten, wie die Tiere auf die besonders starken Klima- und Umweltveränderungen in der Nordpolarregion reagieren – keine Region der Welt erwärmt sich so stark wie die Arktis. Eisflächen gehen verloren, die Schneeschmelze im Frühjahr setzt immer früher ein. Die Lebensräume verschieben sich gen Norden. Nahrungsangebot und -bedarf können immer weiter auseinanderklaffen. All das hat einen Einfluss auf die Konkurrenz zwischen den Arten und auf die Beziehung von Räuber und Beute. Erst kürzlich hatten Forscher berichtet, dass der Arktische Ozean in diesem Herbst mit der Eisbildung aussergewöhnlich spät dran ist. (Lesen Sie dazu: Warum die Arktis nicht zufriert.)

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