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Die Adventsstimmung weicht
dem Teil-Lockdown

Monatelang haben sich Bundesrat und Kantone den Ball zugeschoben. Doch nun ist klar: Das öffentliche Leben wird für mehrere Wochen stillgelegt, auch die wenigen Ausnahmen dürften bald verschwinden.

Mit zusätzlichen Einschränkungen in die Weihnachtszeit: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset an der Medienkonferenz in Bern.
Mit zusätzlichen Einschränkungen in die Weihnachtszeit: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset an der Medienkonferenz in Bern.
Foto: Anthony Anex (Keystone) 

Nun also doch. Kurz vor den Festtagen ruft der Bundesrat die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben, drei Tage vor Weihnachten müssen Restaurants und sämtliche Freizeitbetriebe schliessen, die Läden dürfen noch weniger Kunden einlassen.

«Für viele Menschen ist damit ein grosser Einschnitt verbunden», sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga gestern Nachmittag in Bern. «Die Bevölkerung wird das in ihrem Alltag sehr rasch und stark spüren.»

Pünktlich zur dunkelsten Zeit des Jahres weicht der letzte Rest von Adventsstimmung der bleiernen Schwere eines Lockdown – zumindest eines teilweisen. Protest dagegen wird kaum noch laut. Die Wirtschaftsverbände, die Arbeitgeber, die Parteien: Fast alle begrüssen, dass der Bundesrat die schärfsten Einschränkungen des öffentlichen Lebens seit dem Frühjahr über das Land verhängt. Ablehnend äussert sich die Gastrobranche. Aber selbst die SVP schreit für einmal nicht lautstark Nein, sondern begnügt sich damit, die Restaurantschliessungen «kritisch zu werten».

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