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«Mobbing» im AffenhausDeshalb musste der sozialste Schimpanse im Zolli sterben

Der Affe Colebe wurde mit 14 Jahren im Basler Zoo eingeschläfert. Dahinter steckt eine fast schon menschliche Geschichte.

Colebe (links) zog die Gemeinschaft von Jungtieren vor.
Colebe (links) zog die Gemeinschaft von Jungtieren vor.
Bild: Zoo Basel

Der sozialste Schimpanse im Zolli ist tot. Der 14-jährige Colebe wurde noch im vergangenen Jahr eingeschläfert. Er habe unter Ohnmachtsanfällen und Blackouts gelitten, berichtet die «Basellandschaftliche Zeitung» am Montag.

Tatsächlich aber sind nicht diese Krankheitssymptome der vorherrschende Grund gewesen, weshalb Colebe sterben musste, sondern seine Artgenossen. Es ist das traurige Ende eines ungewöhnlichen Affenlebens, das sich an den Grenzen der Sozialkompetenz von Tieren abspielte.

Sohn von Alphamännchen Eros

Colebe kam 2007 zur Welt. Der Schimpanse, der ihn zeugte, ist in Basel noch immer eine Legende: Der rebellische Patriarch Eros, der 1987 den Affenausbruch aus dem Zolli anzettelte und mit fünf seiner Artgenossen das Basler Bachletten-Quartier erkundete. Eros war ein Alphamännchen, das nicht an Imponierverhalten sparte: der Big Boss. Sein Sohn Colebe entschied sich aufgrund seiner Veranlagung mehr für den Weg eines Sozialarbeiters.

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