Zum Hauptinhalt springen

Engelberger zum Ärger der Nachbarn«Der Stil und der Ton des Bundesrats waren hart»

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger kann die Irritation der Baselbieter Kollegen verstehen – aber auch das Vorgehen des Bundesrats.

Als Präsident der eidgenössischen Gesundheitsdirektorenkonferenz hat der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger (links) einen engeren Kontakt zu Bundesrat Alain Berset (rechts) als die Gesundheitsdirektoren anderer Kantone.
Als Präsident der eidgenössischen Gesundheitsdirektorenkonferenz hat der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger (links) einen engeren Kontakt zu Bundesrat Alain Berset (rechts) als die Gesundheitsdirektoren anderer Kantone.
Foto: Keystone

Lukas Engelberger verlässt den Saal Montreal im Congress Center, die Ohrstöpsel seines Handys schon griffbereit – das nächste Telefongespräch steht an. Der Basler Gesundheitsdirektor hat an der Sitzung des Grossen Rats soeben mehrere Interpellationen zu Corona beantwortet. Ein Dauerthema. «Geht es dir gut?», fragt ihn SP-Grossrat Claudio Miozzari auf dem Weg nach draussen. «Oder bist du auch so wütend wie die Baselbieter Regierung?» Engelberger lacht und schüttelt den Kopf.

Im Gegensatz zum Kanton Baselland hat Basel-Stadt am Dienstag entschieden, die vor knapp drei Wochen beschlossenen Corona-Massnahmen um eine Woche bis zum 20. Dezember zu verlängern. Wusste er als Präsident der eidgenössischen Gesundheitsdirektorenkonferenz über die Pläne des Bundesrats Bescheid? «Nein», sagt Engelberger auf Anfrage der BaZ. «Aber nach der Medienkonferenz vom Freitag habe ich es vermutet.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.