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Biografie über Karl LagerfeldDer Sonnenkönig war ein Knecht seiner selbst

Der verstorbene Karl Lagerfeld arbeitete zeitlebens an seiner eigenen Inszenierung. Ein neues Buch zeigt, wie wenig die Kunstfigur des exzentrischen Dandys mit ihm selbst zu tun hatte.

Das Haar war gepudert, das Alter geschönt: Karl Lagerfeld wollte nicht, dass die Welt ihn so sah, wie er wirklich war.
Das Haar war gepudert, das Alter geschönt: Karl Lagerfeld wollte nicht, dass die Welt ihn so sah, wie er wirklich war.
Foto: Thibault Camus (Keystone)

Andere Modemarken haben ein Krokodil als Erkennungszeichen oder einen Polospieler. Karl Lagerfeld war sein eigenes Logo. Seine Silhouette – im Nacken zum Zopf gebundenes Haar, markante Brille, Stehkragen – war sein Erkennungszeichen. Sorgfältig konstruierte Lagerfeld das Bild eines exzentrischen Dandys mit Birmakatze auf dem Arm. Und schuf damit eine Kunstfigur, die eigentlich so gar nichts mit ihm zu tun hatte. In Wahrheit war Lagerfeld ein nüchterner Kontrollfreak, dem nichts daran lag, Privates preiszugeben. «Jeden Morgen habe ich meine kleine Styling-Viertelstunde, dann inszeniere ich die Marionette», sagte er.

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