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Corona-Interview mit Philosoph«Der Preis der Freiheit sind Tote»

Starphilosoph Markus Gabriel macht sich stark für eine neue Moral. Gerade, wenn es zwischen Leben und Lebensunterhalt abzuwägen gilt.

Am 27. November wurden auf der Zürcher Rathausbrücke 382 Kerzen für die bisherigen Opfer der Corona-Pandemie im Kanton Zürich angezündet.
Am 27. November wurden auf der Zürcher Rathausbrücke 382 Kerzen für die bisherigen Opfer der Corona-Pandemie im Kanton Zürich angezündet.
Foto: Keystone

In der Schweiz tragen die Kantone viel Verantwortung. Die Corona-Restriktionen sind im Vergleich gering. Ist das gut?

Ich hege grosse Sympathien fürs Konzept Eigenverantwortung. Und auch die Schweiz hat ja Einschränkungen. Aber man muss wissen, wovon man redet, und sich nichts vormachen: Der Preis der Freiheit sind Tote, ob in der Schweiz oder anderswo. Keine Frage: Epidemiologisch richtig wäre ein Lockdown härtester Gangart. Schon im Januar hätte man das wissen und vieles verhindern können. Ich selbst trug ab Januar Maske im Supermarkt und schickte mein Team Mitte Februar ins Homeoffice.

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