Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen
Werbung
Weiter nach der Werbung

Präsidentenwahlen in ChileDer Pinochet-Fan, der Präsident werden will

Wahlkampf mit Motorradauftritt: José Antonio Kast spricht mit Medienleuten.
Weiter nach der Werbung

Sohn eines deutschen Wehrmachtsoffiziers

Statt in eine neue Zukunft wollen viele Chilenen lieber wieder zurück in die Vergangenheit.

Der Präsidentschaftskandidat der Linken: Gabriel Boric bei einem Wahlkampfauftritt in Santiago de Chile.

Wichtigste Wahl seit dem Ende der Diktatur

5 Kommentare
Sortieren nach:
    Patrick Reolon

    Auslandschweizer in Chile hier.

    Chile hat offensichtlich grosse Mühe mit der Aufarbeitung der Diktatur. In vielen Belangen ist das Land wirklich ein bisschen stehengeblieben, denn der beliebteste Angstmacher von rechten Politikern ist immer noch der Kommunismus.

    Die Neoliberale Verfassung und jahrelang gelebte Politik, dass Unternehmen für das Land wichtiger sind als die Einwohner selbst hat auch dazu geführt, dass viel von dieser egoistischen Unternehmenskultur ins Individualleben der Einzelnen gefiltert, und damit ein Denkensgut geprägt wurde, dass heute schwer zu ändern ist.

    Den Umfragezahlen glaubt hier in Chile jedoch niemand: Manipulation seitens Medien und Umfragen ist leider immer noch ein Markenzeichen in diesem Land, wo wirklich wenige Familien noch sehr viel ökonomische und damit auch politische Macht haben.

    Diesem Prozess gegenüber steht die durch massive soziale Unruhen bewirkte Verfassungsänderung, und die könnte im Hinblick auf die nächste Präsidentschaftswahl eben doch sehr relevant sein: Falls die durch ein Plebiszit noch abzusegnende neue Verfassung könnte nämich dazu führen, dass der nächste Präsident viel mehr damit beschäftigt ist, im Sumpf der sich verändernden Gesetze zu agieren und somit letztendlich nur ein Übergangspräsident wird, ohne wirklich viel Verändern zu können.

    Obwohl: Wer die Chilenen kennt, weiss wie gern sie ein Hintertürchen finden, dass man dann eben doch wieder für eigene Zwecke nutzen kann.