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«Der nukleare Schutzschirm über Europa wird löchrig»

Umstrittenes Raketenprogramm: Test einer russischen Iskander-K-Rakete. Foto: Keystone

Morgen läuft das 60-tägige Ultimatum Washingtons an Moskau ab. Ist der INF-Vertrag zum Verbot von Mittelstreckenwaffen noch zu retten?

«Das ist eine schlimme Situation für alle Länder, die in der Reichweite dieser Raketen sind.»

Der INF-Vertrag ist zentral für Europas Sicherheitsarchitektur. Was wäre künftig anders?

Heiko Maas versucht mit einer Pendeldiplomatie zwischen Moskau und Washington, den Vertrag zu bewahren. Warum ist der deutsche Aussenminister bisher gescheitert?

Sie haben kürzlich in einem Gastbeitrag beklagt, dass die europäische Debatte über den INF nichts mit den politischen und strategischen Realitäten zu tun habe.

Dann wäre Europa mitten drin in der Phase eines nuklearen Aufrüstens, woran niemand ein Interesse hat.

«Alle in Europa wissen, dass man diesem Mann im Weissen Haus nicht vertrauen kann.»

In der Öffentlichkeit wird US-Präsident Trump für das Scheitern verantwortlich gemacht, weil er im Wahlkampf im Oktober den Ausstieg verkündete. Belastet diese Wahrnehmung die Diskussion?

Die Nato ist nicht offizieller Vertragspartner, aber natürlich wichtiger Akteur, weil sie ja Europas Sicherheit garantieren soll. Wolfgang Ischinger, der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, sieht die Militärallianz in der Krise und sagt «Schlimmer konnte es nicht kommen.» Droht wegen des INF-Debakels eine Spaltung der Nato?