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Der Neubau der Messe erntet Widerspruch

Messeneubau - ja oder nein? Im Kleinbasel diskutierten Gewerbe, Messevertreter und Anwohner über das Projekt von Herzog & de Meuron.

Noch bevor der Ratschlag für das Messezentrum Basel 2012 diesen Herbst ins Parlament kommt, wird über das Neubauvorhaben bereits gestritten. So auch am Kleinbasler Stammtisch im Merian-Saal des Café Spitz am Dienstagabend unter Diskussionsleiter Roger Ehret. «Wir versuchen», so Messe-Projektleiter Peter Holenstein, «das Projekt zu erklären und offen zu kommunizieren. Damit möchten wir Vertrauen schaffen.»

Das Projekt von Herzog & de Meuron ist nicht unumstritten. Die beiden Hauptkritikpunkte: Das Projekt sei zu wuchtig; und der Bau wirke entlang des Riehenrings wie ein Riegel, der die Achse Claraplatz-Messeplatz-Badischer Bahnhof unterbreche.

Massstabssprung

Für Bruno Trinkler, Obmann des Bundes Schweizer Architekten Sektion Basel, ist der Massstabssprung der Messeanlage durch den Messeturm lanciert worden. Und «jetzt fährt man auf einer anderen Schiene». Die Umsetzung des Projektes erfordere, so Trinkler, grösste Sorgfalt. Es wäre schlecht für die Entwicklung des Projektes, «wenn das Unbehagen in den Quartiervereinen nicht ernst genommen würde». Solches wurde vor allem von Jörg Jantz, dem Co-Präsidenten des Neutralen Quartiervereins Oberes Kleinbasel, artikuliert.

Er beklagte, dass die Messe den Dialog mit den Anwohnern zu wenig suche, was von Holenstein wiederum bestritten wurde. Und: Es sei an derselben Stelle schon mal ein Riegel gestanden. Damals sei der Badische Bahnhof an seinen jetzigen Standort verpflanzt worden. Mit dem Messe-Neubau werde jetzt erneut ein Riegel geschoben.

Gewerbevertreter und der IG-Kleinbasel-Präsident Arthur Marti hingegen haben mit dem Neubau kein Problem. Die Messe bringe Arbeit und Geld. Sie müsse sich zum Wohl des Kleinbasels entwickeln können. Kantonsbaumeister Fritz Schumacher ist sich bewusst, dass der neue Messebau eine Massstabsdiskussion auslösen wird. Die Messe müsse jedoch ihre Raumprobleme lösen. Und der Handlungsspielraum innerhalb der verschiedenen Auflagen sei nicht gross. Es wäre ein grosser Schaden, so Schumacher, wenn das Messeprojekt nicht umgesetzt werden könnte.

Aus dem Publikum wurde moniert, dass man nichts aus dem Casino-Entscheid gelernt habe. Und: «Die Basler Herbstmesse ist durch dieses Projekt gefährdet.» Dem wurde sowohl von Peter Holenstein als auch von Fritz Schuhmacher widersprochen.

Holenstein betonte, dass die Messe-Tradition an diesem Platz aufrechterhalten, wenn nicht gar noch verbessert werden soll.

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