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Rock aus Israel«Der Kulturboykott nutzt nur den Hardlinern»

Aviv Geffen ist Israels grösster Rockstar. Im Interview spricht der umtriebige Musiker, Filmemacher und Politaktivist über das neue Album seiner Band Blackfield, seine Liebe zur Schweiz und die Lage im Nahen Osten.

Aviv Geffen setzt sich intensiv mit der Politik seines Heimatlandes Israel auseinander und setzt sich für den Frieden im Nahen Osten ein.
Aviv Geffen setzt sich intensiv mit der Politik seines Heimatlandes Israel auseinander und setzt sich für den Frieden im Nahen Osten ein.
Foto: Moshe Nachumovich

Herr Geffen, 2020 verfilmte ein israelischer Kabelsender Ihre Lebensgeschichte als Doku-Drama. Sind Sie mit dem Resultat zufrieden?

Ich stecke noch mitten in der Post-Production. Anhand meiner Karriere, die für Israel ziemlich einzigartig ist, habe ich als Drehbuchautor versucht, etwas über die politische Geschichte unseres jungen Staats zu erzählen. Die Serie soll zeigen, wie man als Rockstar die Geschicke seiner Heimat mitbestimmen kann.

An historischer Substanz mangelt es diesem Projekt jedenfalls nicht. Schliesslich waren Sie am 4. November 1995 zugegen, als ein rechtsradikaler Fanatiker ein tödliches Attentat auf den israelischen Premierminister Yitzhak Rabin verübte.

Ich war einer der letzten Menschen, die mit Yitzhak Rabin gesprochen hatten, bevor er an einer Friedenskundgebung in Tel Aviv niedergeschossen wurde. Der Attentäter war auch nur so nah an den Premierminister herangekommen, weil er sich als einer meiner Begleiter ausgegeben hatte.

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