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TV-Kritik SRF-Serie «Frieden»Der Krieg fängt erst an

Wenig Klischee, viel Erkenntnis: Die ersten beiden Folgen von «Frieden» waren ein gelungener Auftakt zur aufwendigen neuen Nachkriegsserie des Schweizer Fernsehens.

Einsamer Jungpatron: Johann Leutenegger (Max Hubacher) übernimmt den Chefsessel in der Tuchfabrik seines Schwiegervaters.
Einsamer Jungpatron: Johann Leutenegger (Max Hubacher) übernimmt den Chefsessel in der Tuchfabrik seines Schwiegervaters.
Foto: Sava Hlavacek (SRF)

Klara (Annina Walt) will helfen, aber dass dies bedeutet, die Bettlaken junger Männer auf sehr private Flecken untersuchen zu müssen, damit hatte sie nicht gerechnet. Als sich die Burschen, Überlebende des KZ Buchenwald, über die unwürdige Inspektion beschweren, rechtfertigt sie sich: Sie tue nur ihre Pflicht, der Heimleiter wolle es so.

Es ist Sommer 1945, die Schweiz hat jugendliche KZ-Überlebende aufgenommen, sie sollen sich auf dem Zugerberg auskurieren. Dass das weniger ein humanitärer Akt denn aussenpolitisches Kalkül ist, spüren die traumatisierten Burschen bald. «Ihr Schweizer seid halt auch nicht anders», sagt einer.

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