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Rehe rücken näherDer Jäger, der lieber hilft als schiesst

Wegen Corona sind mehr Menschen zu Hause als üblich und werden deshalb Zeuge, wie sich Wildtiere am helllichten Tag in ihrem Garten tummeln. Dann rufen sie den Mann mit der grünen Kluft: Beat Brunner, Jagdaufseher von Binningen.

«Ich bin eine Art Psychologe und Sorgenonkel»: Jagdaufseher Beat Brunner (48) macht mit seinem Jagdhund Chilli Pause auf dem Bruderholz.
«Ich bin eine Art Psychologe und Sorgenonkel»: Jagdaufseher Beat Brunner (48) macht mit seinem Jagdhund Chilli Pause auf dem Bruderholz.
Foto: Kostas Maros

Ein paar Schritte entfernt vom Letten-Center an der Binningerstrasse in Allschwil, wo Kunden Lebensmittel zu ihren Autos schleppen und Mütter mit Kindern an der Haltestelle auf den Bus warten, holt ein Mann ein Gewehr hervor. Er legt es auf den Tisch in seiner Werkstatt im Hinterhof. «Das ist ein Bockdrilling», sagt er. Die Waffe hat drei Läufe. Man kann damit grosskalibrige und kleinkalibrige Munition und Schrot verschiessen.

Der Mann demonstriert die Funktion des Zielfernrohrs und des Nachtsichtgeräts. Er legt die linke Hand auf die Waffe. Die rechte Hand hebt er in die Höhe, bewegt Daumen und Zeigefinger so nah zu einander, dass nur noch ein paar Millimeter Abstand zwischen den Fingerkuppen bleiben, und sagt: «So gering ist der Prozentsatz meiner Arbeit, der mit Schiessen verbunden ist – so winzig klein. Zum Einsatz kommt das Gewehr nur im absoluten Notfall.»

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