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Digitale BildmanipulationDer gefälschte Tom Cruise ist der bisher beste Deepfake

Da kommt der Hollywoodstar angestolpert. Oder doch nicht?
11 Kommentare
    Gerhard Mersmann

    Lüge vs. Wahrheit: Was steckt dahinter?

    Zuerst wurde mit Texten gelogen. Es folgten die Bilder. Im Moment folgen die Lügenfilme. - Die Entwicklung von Lügentechniken ist weit fortgeschritten.

    Wie kann man, wie soll man damit umgehen?

    Eine komplette Lüge kann man (meistens) entlarven. Aber heute gibt es Texte, in denen z.B. 8 (einfache) Wahrheiten und 2 (faustdicke) Lügen aufgetischt und geschickt präsentiert werden. - Nun, wenn 80% wahr ist, dann wird (oder könnte) der Rest doch auch wahr sein, oder?

    Wir werden langsam daran gewöhnt, dass das Verlogene mehr "Vorteile" (für Einzelpersonen oder Gruppen) haben kann als die Wahrheit, denn die Wahrheit ist oft peinlich und nachteilig und zerstört das "Image". Lieber baut man eine "Fassade" auf.

    Grosse, sehr erfolgreiche Firmen und Industrien - z.B. die Schönheits-Konzerne - existieren davon, die "Oberflächen" und das Äussere zu polieren.

    Früher sagte man: "Aussen hui, innen pfui". - Ja, wir haben uns (weitgehend) daran gewöhnt, unser Urteil am Augenschein, am Äusseren, an den Äusserlichkeiten zu bilden. - Beispiel: Das Obst in den Läden: Die Äpfel sehen wunderschön aus, einer wie der andere. Wir kaufen sie und . . . sie sind steinhart und völlig geschmacklos. - Ein Einzelfall?

    Wie steht es mit der Ethik? - Mit der inneren Wahrhaftigkeit? - Man hört:

    "Ist doch egal"; "bringt nur Nachteile"; "ist mir zu mühsam"; "ich schaue immer nur auf den Erfolg".

    Wo sind "Glaube und Liebe und Treu'" (Heinrich Heine) geblieben?