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Patrick Tschans PanoptikumDer gebeugte Gang durchs Leben

Die Fallstricke der stündlich neu verkündeten Massnahmen verbiegen unsere Sinne. Vielleicht hilft ja Weihnachten.

Völlerei ist auch keine Lösung, aber immerhin ein Menschenrecht zu Corona-Zeiten. Filmbild aus «Das grosse Fressen» mit Philippe Noiret, Michel Piccoli und Ugo Tognazzi (von links).
Völlerei ist auch keine Lösung, aber immerhin ein Menschenrecht zu Corona-Zeiten. Filmbild aus «Das grosse Fressen» mit Philippe Noiret, Michel Piccoli und Ugo Tognazzi (von links).
Foto: Corbis via Getty Images

Langsam ächzt es nur noch überall. Ächzt unter diesem geduckten Leben zwischen Lethargie und Fatalismus.

Die täglichen Corona-Nachrichten in den Tageszeitungen werden überblättert. Um jeglichen Covid-News aus dem Wege zu gehen, wird Fernsehen im Replay-Modus geschaut. Es wird auf endlose Netflix-Serien ausgewichen, und die sozialen Medien werden sich selbst überlassen.

Man richtet sich irgendwie ein, in diesem Leben, in dem sich Bund, Kanton und Experten im Minutentakt in absurde und widersprüchliche Massnahmen verstricken. Eine Flutwelle babylonischen Stimmengewirrs. Man hört nicht mehr hin, steckt in jede Mantel-, Jacken- und Handtasche eine Maske, die jetzt zu 80 Prozent nützen sollte, da man genügend hat, die sowieso nichts nutzte, als man noch keine hatte. Doch die Zahlen stiegen trotz allgemeiner Maskenpflicht höher als je zuvor. Warum trägt man sie jetzt? Einfach als Zeichen der Solidarität? Oder als Zeichen des Mundtods?

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