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Rassismus in der WissenschaftDer Fall Louis Agassiz

Es gibt nicht nur ein Agassizhorn, selbst auf dem Mond gibt es einen Ort, der dem Schweizer Naturkundler und Rassisten gewidmet ist. Das Komitee «Démonter Louis Agassiz» protestiert dagegen.

Beim Erdbeben 1906 in San Francisco brachte die Natur die Statue des Schweizer Naturkundlers an der Stanford-Universität zu Fall. Heute verlangen Wissenschaftler, die wieder aufgerichtete Statue zu entfernen.
Beim Erdbeben 1906 in San Francisco brachte die Natur die Statue des Schweizer Naturkundlers an der Stanford-Universität zu Fall. Heute verlangen Wissenschaftler, die wieder aufgerichtete Statue zu entfernen.
Foto: PD

Der Schweizer Naturkundler, Glaziologe und Rassist Louis Agassiz ist 1873 im amerikanischen Cambridge gestorben und hat heute noch nicht seine Ruhe gefunden. Es sind seine Ehrungen, die bis dato anstossen. Diesmal geht es um eine Erhebung auf dem Mond.

Die International Astronomical Union (IAU) hat 1935 einen Gebirgszug nach seinem Namen benannt – den «Agassiz Promontory». Das wollte das Komitee «Démonter Louis Agassiz» um den Schweizer Historiker Hans Fässler geändert haben. Drei Jahre liess sich die Arbeitsgruppe für die Nomenklatur von Planetensystemen der IAU Zeit. Nun hat sie sich entschieden: Der Name wird beibehalten. Und das ist das letzte Wort. Die Akte sei damit geschlossen, heisst es in einem knappen Brief ohne eigentliche Begründung.

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