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Kassetten-Pionier aus dem SeelandDer Mann, der die Schweizer Musikszene empört

1983 gründete Ruedi «Hotcha» Tüscher mit Calypso Now den ersten Kassettenvertrieb der Schweiz. Er existiert noch heute. Und der Bieler hat weitere Revolutionen im Sinn. Etwa einen Porno-Roman im Klassikmilieu.

«Früher beschimpfte ich Schweizer Bands, die eine LP produzierten, und bezichtigte sie des Ausverkaufs»: Der Bieler Hotcha mit seinem Lieblingsobjekt.
«Früher beschimpfte ich Schweizer Bands, die eine LP produzierten, und bezichtigte sie des Ausverkaufs»: Der Bieler Hotcha mit seinem Lieblingsobjekt.
Foto: Barbara Héritier

So von aussen betrachtet deutet gar nicht so viel darauf hin, dass der Bieler Ruedi «Hotcha» Tüscher einst als Bürgerschreck der Stadt Biel und als Aufmüpfer der ganzen helvetischen Musikszene berüchtigt war. In seinem blauen Overall im Verbund mit dem buschigen Schnauz gemahnt er eher an einen helvetischen Alt-Lageristen. Nur seine gelb fluoreszierenden Laufschuhe, die getönte Pilotenbrille und das pinke T-Shirt lassen vermuten, dass im Gemüt des 69-Jährigen noch immer ein avantgardistischer Geist wütet. Ausserdem zieht er einen Leiterwagen hinter sich her, vollgepackt mit Utensilien, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen. Doch dazu später mehr.

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