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Bundesrat sagt Ja zum Rheintunnel Basel soll eine neue Autobahn erhalten

Die Entlastung der verstopften Basler Stadtautobahn rückt näher: Bereits ab 2029 könnte der neue Rheintunnel gebaut werden. Der Bundesrat hat dem Strassenprojekt zugestimmt.

Ein neuer Autobahntunnel soll die chronisch verstopfte Osttangente entlasten.
Ein neuer Autobahntunnel soll die chronisch verstopfte Osttangente entlasten.
Foto: Lucia Hunziker

Der geplante Rheintunnel in Basel ist einen Schritt weiter: Der Bundesrat hat dem generellen Projekt, das den durch die Stadt führenden Autobahnabschnitt Osttangente erweitern soll, zugestimmt. Der Baubeginn für das 2,36 Milliarden teure Projekt ist frühestens für 2029 vorgesehen.

Der neue Tunnel unter dem Rhein soll die häufig überlastete A2/A3 zwischen den Verzweigungen Hagnau und Wiese entlasten, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Die Kosten für das Vorhaben werden auf rund 2,36 Milliarden Franken veranschlagt.

Der Baubeginn ist für 2029 geplant und hängt gemäss Mitteilung von der Priorisierung der Erweiterungsprojekte durch das Parlament im Rahmen des strategischen Entwicklungsprogramms (STEP) Nationalstrasse 2022 ab. Als Bauzeit werden zehn Jahre angegeben.

Der Rheintunnel beginnt bei Birsfelden und endet nördlich des Badischen Bahnhofs.
Der Rheintunnel beginnt bei Birsfelden und endet nördlich des Badischen Bahnhofs.

Der Rheintunnel umfasst gemäss Mitteilung je eine zweispurige Röhre in zwei Richtungen: Die Röhre in Fahrtrichtung Frankreich/Deutschland soll beim Anschluss Birsfelden beginnen. Beim Autobahnzubringer Birsfelden soll dabei je ein zusätzlicher Fahrstreifen realisiert werden.

Vorgesehen ist, dass der Tunnel nördlich des Badischen Bahnhofs in Basel endet. Als Anschluss in den Rheintunnel soll vom Autobahnabschnitt Nordtangente her die Ausfahrt Klybeck genutzt werden. Diese Ausfahrt wurde zwar im Rahmen des Baus der Nordtangente realisiert, aber nie in Betrieb genommen, um das Basler Quartier Klybeck von zusätzlichem Verkehr zu verschonen.

Von Deutschland her soll eine neue Ausfahrtsrampe an der bestehenden Grenzbrücke der A2-Osttangente gebaut werden. Das Projekt sieht zudem vor, den Lärmschutz mit «schallabsorbierenden Verkleidungen und einem lärmarmen Belag» zu verbessern.

SDA/amu

26 Kommentare
    Tina Baumann

    Wenn der Baubeginn erst für 2029 geplant, und 10 Jahre dauern soll, so ist der Verkehr längst zusammengebrochen. Aber schon nett von unserer Regierung, den Strassen zu einen florierenden Wirtschaftsstandort zu ebnen, und die Bürger für die Finanzierung aufkommen müssen.