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Kolumne Christian SeilerDer Apfelkuchen, der etwas anders ist: nämlich besser.

Zwischen alten Kochbüchern hat unser Kolumnist dieses Rezept wiedergefunden. Es ist eine Reise zurück in die eigene Kindheit.

Ein bedachter Apfelkuchen grossmütterlich serviert.
Ein bedachter Apfelkuchen grossmütterlich serviert.
Foto: Reinhard Hunger

Wenn ich mich an meine Grossmutter erinnere, erinnere ich mich an ein unersetzbar grossartiges Gefühl von Geborgenheit. Sie war die Mutter meines Vaters, und als dieser im zarten Alter von zwanzig Jahren einen Buben zeugte, mich, und damit in etwa so überfordert war wie meine Mutter, die neunzehn war, ergab sich aus der etwas komplizierten Gemengelage eine einfache Lösung: Ich wurde ins Hoheitsgebiet meiner Grossmutter gebracht, wo ich dann fünfzehn Jahre und ein paar Monate lang blieb. Dort lernte ich, was es heisst, eine sorgenfreie Kindheit zu verbringen, Zuwendung zu erleben und zu erwidern, Theodor Storm und Selma Lagerlöf zu lesen, und ich lernte auch ein kulinarisches Einmaleins, das mir damals einzigartig erschien.

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