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Neues Album von Bruce SpringsteenDer Boss ist verletzlich

Auf «Letter to You» beschwört Bruce Springsteen die Kraft der Rockmusik und die Gemeinschaft. Bei diesem Roadtrip der Gefühle klingt er mal nachdenklich, mal triumphal.

Er hat offensichtlich auch im Studio den Ton angegeben: Bruce Springsteen während der Aufnahmen zu «Letter to You».
Er hat offensichtlich auch im Studio den Ton angegeben: Bruce Springsteen während der Aufnahmen zu «Letter to You».
Foto: Rob Demartin

2019 brachte Bruce Springsteen, der Elder Statesman des Rock’n’Roll, nach mehrjähriger Schreibblockade das missglückte Album «Western Stars» heraus, eine nostalgisch versüsste Hommage an den Country-Pop der frühen 1970er-Jahre. So waren die Erwartungen an sein nächstes Werk eher bescheiden. Zum Glück werden sie von «Letter to You» übertroffen. Denn: Hier sitzt der junge Bruce Springsteen, oder was von ihm übrig geblieben ist, wieder am Steuer.

Kernthema von «Letter to You» sei die Musik, so Springsteen vergangene Woche im Zoom-Chat, und was sie ihm bedeute. Also das Fieber, das er auf der Bühne spürt, die Gemeinschaft, die er mit seiner Band und seinem Publikum verbindet – und auch die persönlichen Verluste, die er über die vielen Jahre als Musiker erleiden musste. In «Last Man Standing» betrauert Springsteen die aus dem Leben geschiedenen Mitglieder seiner allerersten Band The Castiles. «Ghosts» handelt von Danny Federici und Clarence Clemons, zwei ebenfalls verstorbene Weggefährten aus den Reihen seiner E Street Band.

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