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Del Curto: «Es hat zu viele, die zu verspielt sind»

22. Saison an der Bande des HC Davos: Arno Del Curto.

Arno Del Curto, Sie haben in Ihrem Büro gerade vor dem Interview eifrig mit Fussball-Trainer Heiko Vogel auf der Taktiktafel herumgezeichnet und diskutiert. Ging es für Sie darum, neue taktische Ideen fürs Eishockey zu finden?

In einem Interview mit einer Westschweizer Zeitung sagten Sie kürzlich, in zwei, drei Jahren wieder an der Spitze stehen zu wollen.

Wo steht der HC Davos denn heute?

Trotzdem gelang Davos auch bei der letzten Niederlage in Bern beim 2:3 ein gutes Spiel.

Ihre neuen Ausländer sind für ­Davoser Verhältnisse untypisch. Hier Offensivverteidiger Magnus Nygren, da der kleine Flügelstürmer Broc Little. Beide hatten zu Beginn Mühe, zumindest Nygren läuft es aber immer besser . . .

Extrem ist der Wechsel von Daniel Rahimi zu Nygren. Fehlt in Davos nun nicht genau der Defensivverteidiger à la Rahimi?

Mit Beat Forster verliess ein weiterer physisch starker Routinier Davos. An der Anzahl Gegentore machen sich die beiden Abgänge noch nicht bemerkbar.

Flügelstürmer Little aber scheint trotz anständiger Punkteausbeute noch nicht im HCD-System integriert zu sein.

Sie holten Little aus ähnlichen Gründen wie der ZSC Fredrik ­Pettersson. Frei nach dem Motto «Stürmer, die herumpassen, haben wir genug, einer soll schiessen.»

Geklappt hat es im Gegensatz zu Pettersson, der in Zürich wie von Sinnen Puck um Puck aufs Tor feuert, nicht. ­«Angesteckt» wurde auch keiner: Bei den Torschüssen figuriert Little ligaweit gerade noch in den Top 20, der erste Schweizer HCD-Stürmer schafft es knapp in die Top 50.

Aber eben: Davos fällt da noch ab.

Das ist ein Fehler?

Kann es sein, dass bei spielerischem Talent automatisch die Zielstrebigkeit im Abschluss leidet? Dass beides zusammen kaum möglich ist?

Der ZSC-Schwede Pettersson sagt, dass er mit der ­Mentalität, stets zu schiessen, auch schon wenig Freunde in Teams hatte.

Er sagt ja offen, dass ihm das egal sei. Und dass er gleichzeitig einen extrem begabten Mitspieler und Passeur wie Robert Nilsson nicht in Ruhe lasse, ihn gar nerve und auffordere, ­ebenfalls mehr zu schiessen.