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Kolumne von Rudolf StrahmDas Palmöl-Dilemma

Die im Freihandelsabkommen mit Indonesien festgelegten Regeln für den Import von Palmöl sind ein Fortschritt. In der Abstimmung zum Abkommen ist deshalb ein Ja sinnvoll.

Hier wachsen auf der indonesischen Insel Sumatra junge Palmölpflanzen auf einer Fläche, die eigens dafür abgeholzt wurde. Solche Formen der Rodung sollen durch das Freihandelsabkommen erschwert werden.
Hier wachsen auf der indonesischen Insel Sumatra junge Palmölpflanzen auf einer Fläche, die eigens dafür abgeholzt wurde. Solche Formen der Rodung sollen durch das Freihandelsabkommen erschwert werden.
Foto: John van Hasselt (Corbis)

Ich gestehe, im letzten Herbst war ich noch für die Ablehnung des Freihandelsabkommens mit Indonesien. Ich glaubte den Seco-Unterhändlern nicht, wenn sie den Handelsvertrag als «nachhaltig» rühmten. Und der Economiesuisse, die kurz zuvor die Konzernverantwortungsinitiative mit allen Mitteln bekämpft hatte, kauft heute niemand ab, wenn sie jetzt von Nachhaltigkeit säuselt.

«Nachhaltigkeit» ist zwar heute ein Plastikwort. Jeder Brennstoffhändler, Börsenmakler oder Tourismusdirektor kann es benutzen. Doch nach der Präsentation der konkretisierenden Ausführungsverordnung des Bundesrats zum zollvergünstigten Palmöl muss man die vorgesehenen Vollzugsgarantien in Betracht ziehen und würdigen. Davon später.

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