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Verbindungen nach Österreich und DeutschlandDas Netzwerk der Winterthurer Salafisten

Die Gruppe junger Salafisten in Winterthur war international vernetzt. Zwei von ihnen besuchten im Sommer den IS- Attentäter in Wien. Aber nicht nur dort hatte die Gruppe Kontakte, sondern auch unter IS-Anhängern in Deutschland.

Treffpunkt mit Bandraum-Atmosphäre: Im «Rümli» kam die bärtige Gruppe jeweils zusammen.
Treffpunkt mit Bandraum-Atmosphäre: Im «Rümli» kam die bärtige Gruppe jeweils zusammen.
Foto: zvg

Schwarz wie beim Islamischen Staat sind die Wände des Flurs, die zum «Rümli» führen. Der fensterlose Raum in der Art, wie ihn Bands zum Proben benützen, liegt im Untergeschoss eines Gebäudes am Rand des Winterthurer Steig-Quartiers. Nach der Schliessung der berüchtigten An’Nur-Moschee trafen sich Mitglieder der informellen Jugendgruppe aus dem Gotteshaus zuerst heimlich in einem Lokal in Elgg und später dann im «Rümli», wie ein Ermittler erzählt, der sich in Winterthur auskennt.

Zur bärtigen Gruppe, die in jenem fensterlosen Raum zusammenkam, zählten auch die beiden am Dienstag verhafteten Schweizer. Sie haben den inzwischen erschossenen Wiener Attentäter K.F. noch im Sommer in dessen Wohnung besucht. Der 18-jährige Bekim K. und der 24-jährige Simon F. (beide Namen geändert) wurden inzwischen in Untersuchungshaft versetzt. Es ist noch vollkommen unklar, ob sie den Wiener Terroristen einfach nur besucht haben oder auch mit dem Anschlag in Verbindung gebracht werden können. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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