Zum Hauptinhalt springen

Interview mit Herzspezialist«Das Alter spielt bei Covid-19 nicht immer eine Rolle»

Warum sich Risikopatienten an den Augen erkennen lassen und welche Rolle die Gefässe spielen. Antworten vom Zürcher Chefkardiologen Frank Ruschitzka.

Ärzte und Pflegende behandeln einen Covid-19-Patienten mit einem Luftröhrenschnitt in der Intensivstation des Regionalspitals La Carita in Locarno.
Ärzte und Pflegende behandeln einen Covid-19-Patienten mit einem Luftröhrenschnitt in der Intensivstation des Regionalspitals La Carita in Locarno.
Foto: Pablo Gianinazzi (Keystone)

Herr Ruschitzka, bei Kindern tritt derzeit vermehrt die seltene Kawasaki-Krankheit auf. Bei einigen der jungen Patienten war eine Infektion mit dem neuen Coronavirus vorausgegangen. Ist das eine Folgeerkrankung?

Bei Kindern läuft Covid-19 in der Regel glimpflich ab. Allerdings beobachten wir momentan auch, dass das Virus bei einigen von ihnen eine Kaskade an immunologischen Reaktionen auslöst. Diese führt dazu, dass sich die Blutgefässe entzünden und zum Teil stark geschädigt werden. Aber auch bei einer Influenza haben wir das Kawasaki-Syndrom schon gesehen. Zum Glück kommt diese Erkrankung der Blutgefässe nur selten vor und heilt meistens aus. Dennoch besteht ein erhöhtes Risiko für Langzeitkomplikationen, besonders an den Herzkranzgefässen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.