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Gewerbeschule digital abgestürztCramers Departement muss das digitale Nirvana erklären

Warum wurde die Gewerbeschule computertechnisch stiefmütterlich behandelt? GLP-Grossrätin Sandra Bothe verlangt Antworten von Erziehungsdirektor Conradin Cramer und der Basler Regierung.

Computertechnisch im Hintertreffen: Während den Corona-Zeiten konnte die Mehrheit der 3400 Lehrlinge nicht unterrichtet werden.
Computertechnisch im Hintertreffen: Während den Corona-Zeiten konnte die Mehrheit der 3400 Lehrlinge nicht unterrichtet werden.
Foto: Nicole Pont

Als die Allgemeine Gewerbeschule Basel (AGS) wie alle Bildungsinstitute in den verordneten Lockdown gingen, waren nicht einmal die E-Mail-Adressen vorhanden: Schüler und Lehrer konnten über Tage bis Wochen nicht erreicht werden. Darüber hinaus verbot AGS-Schuldirektor Hans-Rudolf Hartmann zunächst das Benutzen von Programmen für Videokonferenzen, die einen Fernunterricht überhaupt ermöglich hätten. Die Kommunikation und der Dokumentenaustausch sollten über das sogenannte Pädagogische Netzwerk der staatlichen Schule stattfinden. Doch diese Infrastruktur war derart ungenügend, dass der Druck für Direktor Hartmann so gross wurde, dass er schliesslich doch noch gängige Software wie Teams, Zoom oder Skype für Videokonferenzen zulassen musste. Er pochte aber auf Freiwilligkeit, was weder die Lehrer noch die Abschlussklassen wirklich motivieren konnte, ein Fernunterrichtsprogramm aufzubauen oder daran teilzunehmen. Die Gewerbeschule stürzte sich ins digitale Nirvana.

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