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Abwasser lügt nichtCovid-Warnsystem: ETH-Forscher erzielen Fortschritte

Im Schmutzwasser finden sich Spuren der Corona-Pandemie. Wissenschaftler der ETH haben die Methode nun stark verbessert. Sie schlagen ein dichtes Messnetz in der Schweiz vor.

Das Klärwerk Werdhölzli in Zürich:  Die Virenspuren im Abwasser helfen, den Verlauf der Pandemie zu überwachen.
Das Klärwerk Werdhölzli in Zürich: Die Virenspuren im Abwasser helfen, den Verlauf der Pandemie zu überwachen.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Abwasser lügt nicht. Was beim Drogenkonsum zutrifft, gilt auch für Corona: Wie die Pandemie verläuft, ist im Abwasser lesbar. Zwar handelt es sich bei Covid-19 um eine Atemwegserkrankung, doch ein erheblicher Teil der Menschen scheidet Erbgut des Virus im Stuhl aus. Der Nachweis ist Forschern des Wasserforschungsinstituts der ETH (Eawag) in Dübendorf und der ETH Lausanne während der ersten Welle im April gelungen. Daten sammeln sie seit Ende Februar, dem Beginn des Ausbruchs in der Schweiz.

Inzwischen haben die Forscher ihre Methode optimiert. Neu liegen «Beinahe-Echtzeit-Messungen» von zwei Kläranlagen in Zürich und Lausanne vor, wie die Eawag auf ihrer Website meldet. Bis die Proben aufbereitet, analysiert und die Ergebnisse erfasst sind, dauert es noch höchstens ein bis zwei Tage. Noch im Frühjahr war eine solch zeitlich enge Überwachung nicht ansatzweise möglich.

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